Bob Seger
Bild © Imago

Seit mehr als 50 Jahren macht Bob Seger Musik: geraderaus und ehrlich. Seinem Sound aus Rock, Blues, Country und Soul ist er immer treu geblieben. Jetzt legt Bob Seger sein 18. Studioalbum vor, das er dem verstorbenen Freund Glenn Frey von den Eagles widmet. "I Knew You When" ist unsere neue hr1 CD der Woche.

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„Live unschlagbar und einer der besonders hart arbeitenden Männer im Rockgeschäft.“ Zitat von hr1-Musikredakteurin Inge Lauter
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Bob Seger: "I Knew You When"
Label: UMI/ Capitol Records
VÖ: 24.11.2017

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Seine Konzerte sind legendär. Die aktuelle Tour musste der 72-Jährige allerdings im Oktober unterbrechen. Er hatte mit einem kaputten Halswirbel weitergemacht, bis die Ärzte ernste Bedenken hatten. Erst als es gar nicht mehr ging, begab er sich ins Krankenhaus. Im Frühjahr will er dann wieder auf die Bühne.

Ganz klar – Bob Seger hat noch keine Lust auf den Ruhestand. Das beweist er auch auf seinem neuen Studioalbum "I Knew You When". Bob Seger rockt so gut wie schon lange nicht mehr- von Altersmilde keine Spur. Hier zeigt einer, dass Rockmusik immer noch relevant ist. Das Ergebnis ist ein überaus kraftvolles und vielseitiges Rockalbum, auf dem neben großen Stadionhymnen natürlich auch die gefühlvollen Balladen nicht fehlen. Nachdenkliche Songs wechseln sich auf dem neuen Album mit treibenden Rocknummern ab, sentimentale Rückschau mit politischen Texten.

Cover "I knew you when"
Bild © Capitol (Universal Music)

Den Titelsong "I Knew You When" hat Seger vor 20 Jahren geschrieben. Jetzt passt die sentimentale Ballade gut zu seiner Rückschau auf den verstorbenen Freund Glenn Frey von den Eagles, dem das Album gewidmet ist. "Ich kannte dich bereits, bevor du eine Ikone wurdest" singt Bob Seger. Das Coverfoto zeigt den 21-jährigen Bob Seger mit Pilzkopf und Nadelstreifenanzug. Aufgenommen ist das Foto 1966. Zu dieser Zeit lernt Bob Seger Glenn Frey kennen. Beide gehören damals zur Rock-Szene von Detroit - und sie werden ein Leben lang Freunde bleiben.

"Wenn ich das jetzt nochmal analysiere, dann ist es so, als ob ich dieses Album für Glenns Witwe Cindy und ihre Familie singe. Das ist das einzige Publikum, das mir wichtig ist. Wenn es ihnen gefällt, bin ich happy", sagt er und auch, dass er bei jedem Song überlegt habe, ob der Glenn Frey gefallen würde. Daher gibt es neben einigen eher nachdenklichen Songs vor allem richtig harten Rock. "Ich wollte, dass es rockt. Es sollte kein rührseliges Ding sein, um seine Erinnerung zu bewahren. Glenn liebte Rock'n Roll."

Sendung: hr1, hr1-Start, 24.11.2017, 7:45 Uhr

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