Albumcover von Elephant
Bild © Label Clouds Hill Recordings

Er ist fast noch ein Teeanger, wird aber bereits mit der Musiklegende Prince verglichen: Sion Hill, der irische Sänger und Songwriter. Sein Debüt-Album heißt "Elephant", es hat die Musikredaktion restlos überzeugt und ist deswegen die hr1-CD der Woche.

Zitat
„Es gibt Anlass zu glauben, dass wir gerade die Geburtsstunde eines neuen Popstars erleben“ Zitat von hr1-Musikredakteur Martin Kersten
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Sion Hill: "Elephant"
Label: Clouds Hill Recordings
VÖ: 25.8.17

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Die Geschichte von Nathan Johnston alias Sion Hill beginnt in einem kleinen, gnadenlos vollen, lauten und verrauchten Pub im Herzen von Dublin. Dass dabei auch live Musik gemacht wird, ist für so einen richtigen Irish Pub ziemlich normal. Vom Reden, Rauchen und Trinken hält das normalerweise allerdings keinen der Gäste ab. Als aber dieser junge Kerl aus Mullingar an jenem Abend seine Gitarre auspackt und in einer Ecke von "Sweeney‘s Bar" beginnt, seine eigenen Lieder zu singen, da ist es irgendwann mucksmäuschenstill. Die Gäste trauen sich kaum mehr Bier zu bestellen (an sich undenkbar in einem Irish Pub!). Alle hören gebannt zu, wie dieser kaum 20-Jährige mit seinen Songs sein Innerstes nach außen kehrt und sich die Seele aus dem Leib singt, Was für ein Talent!

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Nathan Johnson alias Sion Hill

Das denkt sich auch ein zufälliger Pub-Besucher, der wiederum zufällig den Talentscout eines Hamburger Plattenlabels kennt und ihm von seinem Erlebnis berichtet. Wenig später nimmt Nathan Johnston als Sion Hill in einem Tonstudio an der Elbe sein erstes Soloalbum auf. Geschichten wie diese hat die Popmusik schon öfter geschrieben. Trotzdem gibt es in diesem Fall Anlass zu glauben, dass wir gerade tatsächlich die Geburtsstunde eines neuen Popstars erleben. Sion Hill bringt einfach alles mit: enormes Talent und Fleiß, eine positive Besessenheit von der Musik und eine unglaubliche stilistische Vielfalt.

Der Soul der Südstaaten

Seine Songs atmen den Gospel und Soul der Südstaaten genauso wie den funky Disco-Style der 70er, den Blue Eyed Soul und die unergründlichen Tiefen eines Jeff Buckley. Eine Platte der Punkrockband Green Day sorgte in der Jugend für sein musikalisches Erweckungserlebnis, aber auch die Klassiker wie Thin Lizzy, Led Zeppelin oder Pink Floyd hat er rauf und runter gehört. Eine große Bandbreite also, zumal er auch B.B. King und Glen Hansard zu seinen Vorbildern zählt. Aber: "Ich mache definitiv Popmusik", hat der Ire gleich nach seiner Vertragsunterzeichnung klar gestellt. Jetzt ist sein erstes Album da, und "Elephant" hält alles, was die diversen Vorschusslorbeeren versprochen haben! Ein vielseitiges, toll gemachtes Album, bei dem man am Ende jeden Songs gespannt darauf wartet, was wohl der nächste bringen wird. So soll es sein!

Martin Kersten, hr1-Musikredakteur

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