Die Worte "Let it be" vor einem farbigen Hintergrund
Bild © Colourbox.de

In einer kleinen Serie zum Jahresbeginn widmen wir uns der Frage, wie es uns helfen kann, Dinge bewusst nicht zu tun, anstatt unsere "To do"-Liste immer weiter zu füllen. Hier gibt es ein paar Inspirationen.

Zwischen dem 2. und 5. Januar sprechen wir in hr1 mit verschiedenen Experten über die Kunst des Weglassens. Mit dabei ist auch der Zeitexperte Jonas Geißler, der uns die "Let it be"-Methode erklärt: Er sagt, es ist wichtig, sich bewusst dafür zu entscheiden, manche Dinge nicht zu tun. Mehr Hintergründe dazu gibt es hier.

Die eigene "Let it be"-Liste ist sehr individuell, von banalen Dingen bis zu großen Entscheidungen kann alles darauf vertreten sein. Hier einige Inspirationen:

Zeit für Sinneswahrnehmungen

Nehmen Sie sich Zeit, um Ihren Sinneswahrnehmungen nachzuspüren. Verzichten Sie beispielsweise nach dem Aufwachen auf den Griff zum Smartphone, um sofort die ersten Nachrichten und Mails zu checken, und konzentrieren Sie sich stattdessen ganz auf das Hier und Jetzt.

Rituale hinterfragen

Fragen Sie sich, ob bestimmte Rituale wirklich nötig sind: Verzichten Sie zum Beispiel einmal darauf, abends wie gewohnt den Fernseher einzuschalten, und widmen Sie sich in dieser Zeit anderen Dingen.

Mut zum Verpassen

Trauen Sie sich, Dinge zu verpassen. Sie haben vielleicht das Gefühl, Sie müssten stets die neuesten Kinofilme und Serien kennen zu müssen, auf Facebook up to date sein und dazu am besten noch die Zeitung täglich von vorne bis hinten durchlesen. Aber wenn Sie solche Dinge verpassen, geht die Welt auch nicht unter.

Ausprobieren

Besonders gut passen natürlich Dinge auf die "Let it be"-Liste, die Sie nerven, zum Beispiel Meetings, bei denen Sie sich völlig überflüssig fühlen. Gerade wenn Sie die Konsequenzen des Weglassens nicht abschätzen können, können Sie es einfach ausprobieren. Entweder merken Sie, dass Sie sich von unnötigem Ballast befreit haben – und wenn Ihnen der Versuch doch auf die Füße fällt, haben Sie wenigstens gelernt, warum manche Dinge doch nötig sind.

Als Experiment betrachten

Betrachten Sie das Ausführen Ihrer "Let it be"-Liste am besten als Experiment, das Sie mit wissenschaftlicher Neugier und Humor begleiten.

Sendung: hr1, hr1-Start, 2. Januar 2018, 6 Uhr

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