Mineralwasser
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Zwei bis drei Liter soll man am Tag trinken. Am besten ist natürlich Wasser - Leitungswasser oder Mineralwasser. Und wer es scheut, schwere Kästen zu schleppen, der greift zur Plastikflasche. Aber: Das ist nicht unbedingt das Beste, wie eine Studie aus dem Münsterland zeigt.

38 Mineralwässer in Einweg- und Mehrweg-PET-Flaschen, in Glasflaschen und in Getränkepackungen hat das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe jüngst untersucht. Und um es gleich vorweg zu nehmen: In allen untersuchten Mineralwässern wurde Mikroplastik gefunden.

„Die höchsten Wert haben wir in PET-Mehrwertflaschen aber auch in einigen wenigen Glasflaschen gefunden haben“, fasst Darena Schymanski vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt zusammen.  Der Großteil des Mikroplastiks, um die 80 Prozent, hat der kleinste untersuchte Größenbereich ausgemacht. Es sind also Partikel die kleiner als 20 Mikrometer sind. Mit anderen Worten: Je kleiner die Partikel, umso mehr wurden davon gefunden.

120 Mikroplastikpartikel pro Liter

Bei den PET-Mehrwegflaschen haben die Wissenschaftler im Durchschnitt 120 Mikroplastikpartikel pro Liter gefunden, bei den Glasflaschen im Durchschnitt nur 50 Partikel. Neben den bisher bekannten Mikroplastik-Quellen (Mikroplastik Kosmetika oder Kleidung, die ins Wasser gelangen) zeigen die Ergebnisse, dass Kunststoffverpackungen ebenfalls Mikroplastikpartikel emittieren können, die direkt vom Verbraucher aufgenommen werden.

Was bedeutet das jetzt für uns Menschen? Große Partikel gehen wie Ballaststoffe durch den Verdauungstrakt, ganz kleines Mikroplastik kann Auswirkungen auf die Zellen haben. Wie genau sich Mikroplastik auf den menschlichen Organismus auswirkt, wird aktuell untersucht.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 7.2.2018, 10 Uhr

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