COllage von Mann mit Ventilator und Frau mit Decke im Büro
Bild © Colourbox.de/Montage: hr1

Gerade im Winter ist es im Büro ein großes Thema: Fenster zu, Fenster auf, Heizung auf die niedrigste oder doch auf die höchste Stufe? Hier verraten wir, welche Regeln für die Temperatur im Büro gelten und mit welchen Tricks Sie auf Ihre Wohlfühltemperatur kommen.

Auch im hr1-Studio ist die richtige Temperatur ein großes Thema. Während hr1-Start-Moderator Detlef Budig es gerne kühl hat und das Fenster auch im Winter auf lässt, hätte es Kollegin Nicole Abraham eigentlich gerne kuschlig warm.

So schaffen Sie Ihre eigene "Klima-Zone"

Wenn Sie es im Büro gerne wärmer mögen, Ihre Kollegen aber kühl, können Sie es sich mit einigen Tricks ein bisschen gemütlicher machen:

  • Heißgetränke: Eine Tasse Kaffee am Morgen macht nicht nur wach, sondern auch warm – für Tee und Kakao gilt das natürlich auch.
  • Spaziergang: Wenn Sie ab und zu eine Pause im Freien verbringen, kurbelt das Ihren Kreislauf an und es kommt Ihnen im Büro auch vielleicht nicht mehr so kalt vor.
  • Kuscheldecke: Eine Decke ist eine günstige und umweltfreundliche Aufwärm-Methode für "Frostbeulen". Wenn es nicht gleich eine auffällige Decke sein soll, könnte ein Kissen mit einer Öffnung für die Füße helfen.
  • Kirschkernsäckchen: Ein Säckchen mit Kirschkernen oder einer ähnlichen Füllung kann in der Mikrowelle aufgeheizt werden und spendet dann Wärme für Nacken, Rücken oder Füße.
  • Hand- und Fußwärmer: Kissen mit Öffnungen für Hände und Füße gibt es auch beheizt, oft per USB-Kabel zum Anschließen an den Computer.
  • Heizlüfter: In ganz extremen Fällen könnten Sie auch über einen kleinen Heizlüfter nachdenken, die Geräte verbrauchen jedoch recht viel Strom.

Eigene elektronische Geräte an den Arbeitsplatz mitzubringen, ist in den meisten Fällen zwar erlaubt, Sie sollten das aber auf jeden Fall mit Ihrem Arbeitgeber absprechen. Es wurden sogar schon Fälle von Kündigungen wegen Stromdiebstahls vor Gericht verhandelt. Neben den Energiekosten gibt es auch Brandschutzvorschriften zu beachten, auch Privatgeräte müssen vor der Benutzung im Büro und in regelmäßigen Abständen von einer Fachkraft auf ihre Sicherheit hin überprüft werden.

So lüften Sie im Büro richtig

Egal wie warm Sie es mögen, frische Luft im Büro ist auch im Winter wichtig, sagt unser Experte Jörg Feldmann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA).

Damit Sie auch bei kaltem Wetter frische Luft im Büro haben und trotzdem nicht frieren, sollten Sie regelmäßig stoßlüften – idealerweise machen Sie zwei gegenüberliegende Fenster für einige Minuten weit auf. Gekippte Fenster dagegen bringen nicht viel und sorgen schlimmstenfalls für hohe Heizkosten. Für normale Büroräume empfiehlt sich stündliches Lüften, in Sitzungsräumen sogar alle 20 Minuten.

Gesetzliche Vorgaben zur Temperatur

Die gesetzlichen Vorgaben dazu sind relativ schlicht – in der Arbeitsstättenverordnung steht lediglich, dass in Arbeitsräumen, die keine besonderen Anforderungen an die Temperatur haben, eine "gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur" herrschen muss. Die ist wiederum abhängig von der Art der Arbeit, die verrichtet wird.

Konkreter wird Nummer A3.5 der technischen Regeln für Arbeitsstätten der BAUA. Darin sind folgende Temperaturen festgehalten:

  • leichte Arbeit im Sitzen: 20 °C (in der Regel übliche Büro-Situation)
  • mittelschwere Arbeit im Sitzen: 19 °C
  • leichte Arbeit im Gehen oder Stehen: 19 °C
  • mittelschwere Arbeit im Gehen oder Stehen: 17 °C
  • schwere Arbeit im Gehen oder Stehen: 12 °C

In Pausen-, Bereitschafts-, Sanitär-, Kantinenräumen müssen 21 °C herrschen, gibt es Duschen, dann sogar 24 °C.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 5. Dezember 2017, 10 Uhr

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