Mops
Dr. Petra Kölle (l) hält in München eine Sprechstunde ab, die sich auf Übergewicht von Haustieren spezialisiert hat Bild © picture-alliance/dpa

Eine Extraration hier und ein Leckerli dort: Viele Haustiere sind zu dick, manche sogar extrem übergewichtig. Wie Sie erkennen können, ob Ihr Hund oder ihre Katze zu gut im Futter ist und was Sie gegebenenfalls dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Eigentlich ist es ganz simpel: Zu viel Nahrung, zu wenig Bewegung, das führt – wie bei den meisten Menschen – auch bei Tieren zu Übergewicht. Die Folgen müssen nicht, können aber dramatisch sein: Wenn ein Haustier viel zu viel auf den Rippen hat, kann das seine Lebenszeit verkürzen. "Bei einem Hund um bis zu zwei Jahre," sagt Tierärztin Dr. Petra Kölle, die in München eine Ernährungssprechstunde für übergewichtige Tiere anbietet. Außerdem begünstigt Übergewicht auch bei den Vierbeinern Folgeerkrankungen wie Diabetes, Gelenk-, Herz- und Kreislaufprobleme sowie die Entstehung von Tumoren.

So erkennen Sie, ob Ihr Tier zu dick ist

Schauen Sie sich Ihr Haustier genau an: Es ist zu dick, wenn es

  • von oben betrachtet wie eine Wurst ausschaut
  • keine Taille zu erkennen ist
  • von der Seite gesehen der Bauchbereich nicht nach oben geht, sondern durchhängt
  • die Rippen nicht leicht zu fühlen sind

BCS zur Orientierung

Was für den Menschen der Body Mass Index (BMI), ist für das Tier der BCS, der Body Condition Score. Er reicht von 1 bis 9, wobei 1 sehr untergewichtig und 9 sehr fettleibig bedeutet. Ein BCS zwischen 4 und 6 gilt als ideal. Bei Tieren mit diesem BCS

  • lassen sich die Rippen gut tasten,
  • gibt es am Bauch nur eine dünne Fettschicht,
  • ist die Taille gut sichtbar.

"Alles zählen, was durchs Maul geht"

Viele Haustiere sind so dick, weil sie einfach zu viel Futter bekommen, so die Erfahrung von Dr. Petra Kölle: "Allein die Palette von Leckerlis ist riesig". Viele Tierbesitzer vergessen aber, diese Extras als Futter mitzuberechnen. "Wichtig ist daher, dass Sie alles mitzählen, was beim Tier durchs Maul geht." Wenn Sie dann noch für ausreichend Bewegung sorgen, profitiert nicht nur das Tier.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 10. Januar 2018, 10 Uhr

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