Die Inschrift
Bild © Kindler Verlag

Dieses Buch liest sich an einem Tag: Gerade einmal 80 Seiten hat "Die Inschrift", darin versteckt sich aber großer Unterhaltungswert. Andrea Camilleri gibt in seinem Roman einen heiteren Einblick in ein ernstes Thema: das faschistische Italien von 1940.

Zitat
„Dieses Buch ist große Literatur für einen vergnüglichen Nachmittag“ Zitat von Nicole Abraham
Zitat Ende
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Andrea Camilleri: "Die Inschrift"
Roman, 80 Seiten
Verlag: Kindler
ISBN: 978-3463406763
Preis: 14,95 Euro

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Faschismus als Thema klingt zunächst nach einer ernsteren Angelegenheit, "Die Inschrift" triumphiert jedoch mit großartiger Ironie, einer schönen Frau und Männern, die sich selbst überschätzen. Nach drei Jahren kommt das Büchlein endlich auch in die deutschen Bücherregale.

Andrea Camilleri
Andrea Camilleri Bild © Imago

Am 11. Juni 1940 stirbt der über 90-jährige Emanuele Persico während einer hitzigen Diskussion in den Mitgliedsräumen des faschistischen Vereins an einem Schlaganfall. Zu Ehren dieses großen Faschisten soll daraufhin die Via dei Vespri Siciliani seinen Namen tragen. Doch dann kommen nach und nach immer mehr Details über Persicos Vergangenheit ans Licht und jedesmal wird das Straßenschild abgeändert. Teilweise mit völlig absurden Zusätzen wie: "vorläufig gefallen für die Sache des Faschismus". Eine wichtige Rolle dabei spielt auch die 25-jährige Witwe Persicos, die die einflussreichen Männer des faschistischen Vereins manipuliert.

Der 92-jährige Star-Autor Andrea Camilleri aus Italien überzeugt mit diesem Roman auf der ganzen Linie. Seine Zeilen sind knackig und bringen jeden zum Lachen. "Die Inschrift" ist ein wunderbares Beispiel, wie man Faschismus und Kleinbürgertum ad absurdum führen kann.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 31.01.2018, 10 Uhr

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