Nichts als die Nacht
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hr1-Buchfachmann Stefan Sprang legt uns zum Ende des Jahres wieder einen Roman ans Herz, der ihn 2017 besonders beeindruckt hat. Der Autor war zuletzt mit jedem seiner großen Romane in unseren Bestseller-Listen, dabei ist John Williams schon seit 20 Jahren tot.

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„Gute Literatur erzeugt Bilder im Kopf“ Zitat von Stefan Sprang
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Information

John Williams: "Nichts als die Nacht"
Novelle, 157 Seiten
Verlag: dtv
ISBN: 3-423-28129-4
Preis: 18 Euro

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„Nichts als die Nacht“ ist eine wirklich düstere Geschichte voller Seelenschmerz, über menschliche Einsamkeit, über  die Suche nach Liebe, nach einem Weg im Leben. Keine leichte Kost, aber alles absolut intensiv und fesselnd rüber gebracht.

Der tragische Held ist der junge Arthur. Er kann nicht so recht erwachsen werden. Immer wieder wird er hin und her geworfen wie so eine Flasche auf rauen Wellen, er hat kein rechtes Ziel. Der ferne Papa schickt zwar die Schecks. Das ist eigentlich das verbliebene Band in einer schwierigen Beziehung. Aber in dieser Nacht treffen sie sich. Und die zweite große Szene: Arthur lernt eine mysteriöse Frau kennen. Das geht nun gar nicht gut aus. Schnell wird klar: Da ist was vorgefallen mit Arthurs Mutter. Da gibt es ein Ereignis, dass ihn verstört hat, eine Szene, die ihn immer wieder umtreibt, eine Szene, in der eine Waffe eine Rolle spielt.

Gute Literatur erzeugt Bilder im Kopf, daraus werden Gefühle, die wir erleben. Und das geschieht hier auf jeder Seite. Das ist alles elektrisch, quasi explosiv aufgeladen. Gut, einige Sprachbilder sind auch mal schief. Aber Williams hat sein Debüt geschrieben mit gerade Anfang 20. Da war er 1942 Soldat mitten im Dschungel von Burma und hatte den Abschuss seines Flugzeugs überlebt.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 27.12.2017, 10 Uhr

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