Unfall
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Nässe, Glätte, Laub auf der Straße, schlechte Sicht und falsche Reifen - da kann es auf der Straße schnell mal krachen. Und weil man dann vieles falsch machen kann, hat uns Rechtsanwalt Martin Tibbe eine Checkliste zusammengestellt. Außerdem finden Sie hier einen Unfallbericht als Download.

Was zuerst?

Bei schweren Unfällen mit Verletzten sollte nach erster Absicherung der Unfallstelle sofort ein Notruf abgesetzt werden, bei dem anzugeben ist, was, wo und wie passiert ist und wie viele Verletzte es mit in etwa welchen Verletzungen gibt. Auch angeben, wer man selbst ist und erst auflegen, wenn man sicher ist, dass auch für die Notrufzentrale das Gespräch beendet ist. Erste Hilfe ist ebenfalls sofort zu leisten.

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Unfallbericht

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Bei geringfügigen Schäden ist nach Absicherung der Unfallstelle unverzüglich beiseite zu fahren. Es sollte vorher aber die Stellung der Fahrzeuge fotografisch dokumentiert werden und/oder die Stellung der Fahrzeuge auf der Fahrbahn mit Kreide markiert und die Markierungen nach dem Entfernen der Fahrzeuge fotografiert werden. Fotos auch von der Totalen machen und Fixpunkte wie etwa Kanaldeckel oder Laternenmasten mit fotografieren!

Was sollte mit den Unfallbeteiligten geklärt werden?

Jeder Unfallbeteiligte ist gesetzlich verpflichtet, dem oder den anderen Beteiligten seinen Namen und seine Anschrift anzugeben sowie Führerschein und Fahrzeugschein vorzulegen und nach bestem Wissen Angaben zur Haftpflichtversicherung seines Fahrzeugs zu machen. Sollte es unbeteiligte Zeugen des Unfalls geben, sind diese zur Angabe ihrer Namen und Anschriften natürlich nicht verpflichtet, es ist jedoch in jedem Fall sinnvoll und hilfreich, anwesende Zeugen um die entsprechenden Angaben zu bitten.

Was sollte sonst noch veranlasst werden?

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Checkliste

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zum Download Anleitung: Erste Schritte nach einem Unfall

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Grundsätzlich und ausnahmslos sollte man versuchen, eine Aufnahme des Unfalls durch die Polizei herbeizuführen. Bei reinen Blechschäden ist die Polizei nicht verpflichtet zu erscheinen. Das ist nur der Fall, wenn sich Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat oder das Vorliegen einer erheblichen Ordnungswidrigkeit ergeben.

Unabhängig von einer polizeilichen Unfallaufnahme sollte man mit dem oder den anderen Unfallbeteiligten in jedem Fall den einheitlichen europäischen Unfallbericht ausfüllen. Dieses Formular gehört in jedes Handschuhfach. Wichtig ist, dass das Formular vollständig ausgefüllt und von den Beteiligten unterschrieben wird. Ein sorgfältig ausgefüllter Unfallbericht kann oft eine fehlende polizeiliche Unfallaufnahme wenigstens weitgehend ersetzen und da man auf die Polizei sowieso eine ganze Weile warten muss, sollte man diese Zeit nutzen, das Formular auszufüllen.

Ein nicht mehr fahrfähiges Unfallfahrzeug muss zeitnah vom Unfallort abgeschleppt werden. Das veranlasst in aller Regel, wenn sie denn erscheint, die Polizei. Wer Mitglied in einem Automobilclub ist oder eine Schutzbriefversicherung hat, ist in der Regel hinsichtlich der Abschleppkosten abgesichert.

Wer hat Schuld?

Wenn es gekracht hat, stellt sich spätestens als zweites die Frage, wer Schuld an dem Unfall hat. In den seltensten Fällen lässt sich diese Frage eindeutig beantworten und sie wird insbesondere auch von unfallaufnehmenden Polizeibeamten nicht immer richtig beantwortet. Bei geringsten Unsicherheiten in diesem Punkt sollte man anwaltlichen Rat suchen oder eine von den meisten Rechtsschutzversicherern angebotene telefonische Kurzberatung in Anspruch nehmen.

Die ausführliche Checkliste und einen Unfallbericht zum Ausfüllen finden Sie als Download in diesem Dokument.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 7.12.2017, 10 Uhr

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