Michael Edwards alias "Eddie the Eagle" 1988 in Calgary mit seinen Skiern auf der Schulter
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Er ist der wahrscheinlich schlechteste Skispringer in der Geschichte der olympischen Winterspiele, trotzdem oder vielleicht gerade deshalb wurde der Brite Michael Edwards alias "Eddie the Eagle" 1988 zum Publikumsliebling. Hier gibt es das Video von seinem legendären Sprung.

Er hat seinen Traum teuer bezahlt: Auf dem Weg, als erster englischer Skispringer bei den Olympischen Winterspielen anzutreten, brach sich Michael Edwards laut eigener Auskunft zweimal den Schädel, einmal den Kiefer, das Schlüsselbein, drei Rippen und das Knie. "Einen Monat nach dem Schädelbruch stand ich wieder auf der Schanze. Das war nicht besonders clever – aber ich war auf einer Mission", sagte er im Januar der "Daily Mail".

Die Mission: Englands erster Skispringer bei Olympia zu werden. Das war für den blutigen Anfänger auch abseits der sportlichen Herausforderung eine Herkulesaufgabe: Edwards fand keine Sponsoren, schlief bei Trainingsreisen in Autos und Kuhställen. Am Ende schaffte er es tatsächlich zu den Spielen im kanadischen Calgary und wurde sofort zum Publikumsliebling. Am 14. Februar 1988 sprang der krasse Underdog 55 Meter auf der Normalschanze und 71 Meter auf der Großschanze und wurde jeweils abgeschlagen Letzter.

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Die Fans liebten "Eddie the Eagle" ("Eddie der Adler") trotzdem: Bei der Abschlussfeier skandierten 100.000 Fans seinen Namen, bei der Rückkehr nach Großbritannien empfingen ihn 10.000 Anhänger am Flughafen. Vor zwei Jahren wurde seine Geschichte verfilmt, heute gibt Edwards überall auf der Welt Motivationsseminare. Immer noch wird er auf seinen Olympia-Auftritt angesprochen – wie die englische Fußball-Legende Jack Charlton sagt: "Jeder erinnert sich daran, dass Eddie in Calgary Letzter geworden ist. Wer Gold gewonnen hat, weiß keiner mehr."

Sendung: hr1, hr1-Start, 14. Februar 2018, 6 Uhr

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