Kaffee

Kaffee gehört seit eh und je zu Deutschlands beliebtesten Heißgetränken. Doch rund um das Thema Kaffee und Koffein halten sich auch hartnäckige Gerüchte. Welche davon stimmen und welche nicht? Hier kommen fünf Mythen rund um den koffeinhaltigen Wachmacher.

Wenn es um die Wirkung von Kaffee geht, hört man stets die unterschiedlichsten Meinungen: Die einen können ohne das aromatische Heißgetränk am Morgen nicht leben und sagen, er mache uns wacher, schöner und leistungsstärker. Die anderen sehen im vermehrten Konsum von Kaffee eine echte Gefahr und sagen, er mache müde, krank und lasse einen schneller altern.

Aktuelle Studien: Kaffeegenuss ist gesundheitsfördernd

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Lange glaubten auch Mediziner, dass Kaffee schlecht für uns sei, weil er das menschliche Herz auf Dauer schädige und zudem stark entwässernd auf den Organismus wirke. Doch aktuelle Studien zeigen das genaue Gegenteil: Sie bescheinigen einem regelmäßigen, nicht exzessiven Kaffeegenuss sogar eine gesundheitsfördernde Wirkung.

Fünf Mythen rund um die Wirkung von Kaffee

Doch was ist denn nun genau dran an der Wirkung von Kaffee auf unseren Körper? Wir stellen fünf Mythen vor und klären auf, ob sie wahr oder falsch sind.

Mythos 1: Kaffee entwässert den Körper

Nein, das ist falsch. Dennoch hält sich das Gerücht weiter hartnäckig. Untersuchungen zeigten aber, dass Kaffee fast genauso wie jede andere Flüssigkeit wirkt. Allerdings stimmt es, dass Koffein harntreibend ist. Man "muss" also häufiger aufs Klo, scheidet über den ganzen Tag gesehen aber nicht mehr Wasser aus als andere, die keinen Kaffee trinken. Das fand eine britische Forscherin in einer Studie mit 50 Probanden heraus, die drei bis sechs Tassen täglich genossen. Demnach trägt Kaffee genauso zum Wasserhaushalt bei wie Wasser.

Mythos 2: Kaffee macht das Gedächtnis fit

Ja, das stimmt. Laut einer aktuellen Studie der University of Baltimore wirkt der Konsum von Kaffee nach dem Lernen als Verstärker für das Langzeitgedächtnis. Man kann sich Dinge also besser merken und speichert sie schneller. Allerdings kann dauerhafter Kaffeekonsum das Gehirn nicht anspornen, da sich die Koffeinwirkung nicht beliebig steigern lässt.

Mythos 3: Kaffee hilft beim Abnehmen

Ja, auch das ist korrekt. Eine 2016 von der Uni Hannover veröffentlichte Studie zeigte, dass regelmäßiger Kaffeegenuss beim Abnehmen helfen kann und sogar dafür sorgt, das Gewicht auch zu halten. Die Studie zeigte, dass die Kaffeetrinker aus der Kontrollgruppe mit über 2.000 Personen einen geringeren Body Mass Index (BMI) hatten und ihr Gewicht langfristig besser halten konnten als die Vergleichsgruppe. Warum? Das Koffein spornt den Körper zu erhöhtem Energieverbrauch und verbesserter Fettverbrennung an.

Mythos 4: Kaffeetrinker leben länger

Eher richtig. Laut einer Harvard-Studie mit mehr als 200.000 Testpersonen leben Kaffeekonsumenten länger als Personen, die komplett auf die braune Brühe verzichten. Bis zu fünf Tassen täglich verringern demnach das Risiko, vorzeitig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Welche Inhaltsstoffe dafür verantwortlich sind, ist noch nicht ganz klar. Koffein kann es aber nicht sein, da koffeinfreier Kaffee denselben Effekt aufwies. Dennoch spielen persönliche Lebensumstände natürlich auch eine große Rolle bei der Lebenserwartung.

Mythos 5: Kaffee senkt das Krebsrisiko

Ja, das stimmt. Denn in Laborversuchen wurde bereits mehrfach nachgewiesen, dass einige Kaffeeinhaltsstoffe vor Zellschäden durch UVB-Strahlung schützen können. Zudem zeigten Berechnungen, dass vier und mehr Tassen Kaffee täglich das Hautkrebsrisiko um 20 Prozent reduzieren können. Für diesen Effekt scheint tatsächlich das Koffein im Kaffee verantwortlich zu sein.

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