The Cure: Robert Smith

"Ich hatte das Gefühl, nicht sehr alt zu werden", so Cure-Sänger Robert Smith über die Zeit, in der die drei finstersten Alben der Band entstanden. Heute lebt er immer noch und Songs wie "A Forest" gehören längst in den Kanon der besten 80er Songs.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found The Cure: Schwermütig, hypnotisch, umarmend und warm

The Cure beim Konzert 2008 in Paris
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Sicher kennen Sie den Song "Friday I'm In Love" von The Cure aus dem Programm von hr1. Doch die fröhliche Liebeserklärung auf den Freitag vom 1992er Album "Wish" ist alles andere als ein typischer Cure-Song. Noch drei Jahre früher, auf "Disintegration", wäre er ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Ein ganzes Cure-Jahrzehnt zuvor gar außerhalb von Raum und Zeit.

Dennoch hatten die britischen Finsterlinge auch in den Achtzigern ihre hellen und bisweilen schrägen Momente, denkt man an Lieder wie "Love Cats", "The Caterpillar" oder "Why Can't I Be You".

Frostig und finster

Doch zu Beginn dieses Jahrzehnts schufen Robert Smith und seine Mitstreiter jenes düstere Klangbild, für das The Cure noch heute stehen. Auf dem Album "Seventeen Seconds" von 1980 verbreiten sie eine frostige und finstere Atmosphäre wie ein erstarrter Winterwald bei Nacht. Wenn Smith im bekanntesten Lied der Platte, "A Forest", einem imaginären Mädchen durch einen Wald hinterher läuft, hat man diesen dunklen und bedrohlichen "Forest" direkt vor Augen.

Die Welt ist schlecht, der Alltag grau und der Tod wenigstens eine romantische Wunschvorstellung wert - die Vertonung solch existenzieller wie zeitloser Gedankenspiele trieb die Band auf den folgenden zwei Platten "Faith" (1981) und "Pornographie" (1982) zum Höhepunkt. "Es macht nichts, wenn wir alle sterben", sang Smith dort im Song "One Hundred Years". Untermalt wurden die zumeist minimalistischen Kunstwerke von weiten Synthieflächen, dröhnenden Bassläufen und viel Hall.

Neues Album 2020?

"Ich glaubte an gar nichts und sah auch keinen großen Sinn im Leben. (..) Ich hatte ständig das Gefühl, nicht sehr alt zu werden und tat alles, um dieses Gefühl wahr werden zu lassen," so der Sänger Jahre später im britischen Magazin "Uncut" über diese Zeit. In den Jahren 1989 und 2000 knüpften The Cure noch einmal an diese dunkle Phase an - mit den Alben "Disintegration" und "Bloodflowers". Ob das für 2020 angekündigte neue Werk der Band wirklich das Licht der Welt erblickt, ist derzeit noch unklar.

Warum also nicht mal ein Frühwerk von The Cure wie "Seventeen Seconds" herauskramen und im wohlig-schaurigen Schatten von "A Forest" ein bisschen träumen. Aber vorsicht - wie heißt es im Titelsong: "Der Traum musste enden, doch der Wunsch wurde nicht wahr."

Hier können Sie sich The Cure bei ihrem ersten Top-of-the-Pops-Auftritt ansehen. Natürlich mit "A Forest".

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Das Original ist Ihnen zu düster? Hören Sie sich doch mal diese Coverversionen an!

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Sendungen: hr1 am Nachmittag 28.4.2020, 15-19 Uhr / hr1 Lounge 28.4.2020, 20-22 Uhr

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