Chromeo
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Ihr Sound hält, was der Bandname verspricht: Hochglanz-Funk mit Retro-Touch. Chromeo nennen ihr neues Album auch unseren "Liebesbrief an alle Unter-Genres von Funk-Musik, die uns beeinflusst haben, seit wir Teenager waren".

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Chromeo: "Head Over Heels"
Label: Atlantic
VÖ: 16.5.2018

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Die haben den Funk

David "Dave1" Macklovitch und Patrick "P-Thugg" Gemayel kennen sich seit der Schulzeit, und haben schon als Teenager über den Umweg Hip Hop den Funk entdeckt. Sie nennen als Einflüsse unter anderem Chic, Prince und Hall & Oates, mit denen sie schon live gespielt haben. Chromeo sind aber auch Fans von französischem Elektro-Pop. Entsprechend klingt ihr neues Album als hätten Hall & Oates mit Prince und Daft Punk gejammt.

Zitat
„Still sitzen ist einfach nicht möglich, ein fein ausgetüfteltes Album zum tanzen und grooven.“ Zitat von hr1-Musikredakteurin Inge Lauter
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Chromeo bedienen sich beim Funk diverser Dekaden, und sorgen so für jede Menge Aha-Erlebnisse. Patrick Gemayel benutzt beispielsweise eine Talkbox, um seine Stimme zu verzerren, wie das Peter Frampton schon in den 70ern gemacht hat. Trotzdem klingt das Album nicht verstaubt, denn Chromeo schaffen es, den Retro-Funk ins Jahre 2018 zu transportieren.

Zwei Jahre lang haben sich Chromeo in Burbank, Kalifornien, im Studio eingeschlossen und am neuen Album gefrickelt. Und sie haben erstmals eine ganze Schar an geschätzten Kollegen dazu gebeten: Bei "Must’ve Been" sind das der US-Rapper DRAM und Ex-Prince-Gitarrist Jesse Johnson, die zusammen mit Chromeo einen der schönsten Tracks vom Album liefern. Die Kooperation mit dem legendären Grammy-schweren Produzenten The-Dream war ein lang gehegter Traum von Chromeo. Terious Nash, alias The-Dream, steckt hinter großen Hits von Rihanna und Justin Bieber. Auf "Head Over Heels" hat er seine Finger in der Produktion von "Bedroom Calling pt. 2".

Zwei Kulturen in der Musik vereint

Die beiden "Funklordz"Macklovitch und Gemayel  behaupten gerne scherzhaft, sie seien die "einzige erfolgreiche jüdisch-arabische Partnerschaft seit Anbeginn der Menschheit". Patrick Gemayel ist als Achtjähriger mit seiner Familie aus dem Libanon nach Kanada eingewandert, David Macklovitch hat marrokanische Wurzeln.

Schon ihr Debutalbum "She’s In Control" 2004 brachte ihnen Vergleiche mit Hall & Oates ein. Ihr Album "Fancy Footwork" von 2007 gilt als wegweisend für das Revival des 80er Elektro-Funk. Auf dem Cover davon stehen die beiden hinter Keyboards mit Frauenbeinen. Die sind seitdem ihr Markenzeichen.

Vielleicht wollen sie ja in Zeiten von MeToo ein Zeichen setzen. Auf dem Cover von "Head Over Heels" posieren Dave und Patrick jedenfalls höchstpersönlich in High Heels und Minirock. Hinter dem Album stecken zwei schlaue und witzige Musikerköpfe. Funk ist ihre Währung, über alle Genre- und Nationalitäts-Grenzen hinweg.

Chromeo: "Head Over Heels"
Bild © Atlantic

Sendung: hr1, hr1-Start, 14.6.2018, 7:45 Uhr

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