Rod Stewart
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50 Jahre liegt sein erster Plattenvertrag zurück, 29 Studioalben hat er seitdem veröffentlicht - jetzt kommt das nächste. Rod Stewart hört nicht auf Musik zu machen und sollte es auch gar nicht, denn auch diese Mal überzeugt er mit dem richtigen Gefühl für guten Sound.

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Rod Stewart: "Blood Red Roses"
Label: UMI/Republic
VÖ: 28.09.2018

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Rod Stewart überzeugt mit seinem vertrauten Sound aus Soul, Pop, Folk und Rock, mit seiner Raspelstimme, und mit seinem Händchen für richtig gute Popsongs. Zitat von hr1-Musikredakteurin Inge Lauter
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Die blonden Haare stehen ihm auch mit 73 noch stachelig vom Kopf. Er hat ein paar Falten, aber da ist auch immer noch dieser Schalk in seinen Augen, als wollte er fragen: "Da Ya Think I’m Sexy?" Aber er ist gereift und als achtfacher Vater längst nicht mehr der Typ, der die Groupies am Hotelzimmer Schlange stehen lässt und es hinterher völlig zerlegt. Seit zwei Jahren ist er Sir Rod Stewart und wahsinnig stolz auf den Ritterschlag.

Alter ist kein Grund aufzuhören

Warum Sir Rod Stewart immer noch Erfolg hat? Der Mann hat Soul. Und Soul definiert Rod Stewart nicht nur als Musikstil, sondern als Lebenshaltung: "Was auch immer du tust, mache es mit ganzem Herzen, hundert Prozent, aus deiner Seele." Seit seinem ersten Auftritt mit 19 Jahren liebt er die Rockmusik und die Bühne, und er kann auch mehr als 50 Jahre später nicht genug davon kriegen. Während Kollegen wie Elton John und Paul Simon gerade ihren Abschied zelebrieren, hat Rod Stewart noch keine Lust auf Ruhestand. "Solange die Stimme hält und das Publikum mich hören will, werde ich weitermachen", sagt der Brite der derzeit in den USA Konzerte gibt, und im nächsten Jahr auch wieder in Europa auf Tour gehen will.

Songs mit Herz

Aufgenommen hat Rod Stewart das neue Album auf Tour in Hotelzimmern zusammen mit seiner Band. Das hat ihm gefallen, denn er habe genug Zeit in dunklen Studios verbracht. Die modernen Produktionsmöglichkeiten geben ihm die nötige Freiheit, um spontan an einem Song zu arbeiten. Elf der dreizehn Songs hat er selber geschrieben, zusammen mit seinem langjährigen musikalischen Partner Kevin Savigar.

Der Titelsong "Blood Red Roses" ist ein keltischer Folksong, in dem es um die Walfänger der Jahrhundertwende geht. Wenn die einen Wal harpunierten, dann schoss eine Blut-Fontäne aus der Wunde. Seiner ersten großen unerreichten Liebe mit 10 Jahren, einer Vierzehnjährigen namens Juliette, widmet Rod Stewart den Song "Julia". "Didn’t I" ist ein Song darüber, wie Eltern mit dem Drogenkonsum von Kindern umgehen, gesungen von der Warte des Vaters aus, nicht mehr als der junge wilde Rockstar, der selber Drogen konsumiert hat. "Farewell" ist der herzzerreißende Abschied von einem verstorbenen Freund.

Das nächste Album wartet schon

In den 2000ern hat Rod Stewart überwiegend Alben mit Coversongs rausgebracht. Aber seit er 2013 mit dem Album "Time" wieder Erfolg mit seinen eigenen Songs hatte, hat er wieder Vertrauen in seine Songwriter-Qualitäten. Und während er gerade sein 30. Album "Blood Red Roses" promotet, hat er verraten, dass er schon sein nächstes Album in der Mache hat, das aber stilistisch völlig anders werden soll. Wir sind gespannt, und hoffen einfach mal, dass Rod Stewart uns noch ein paar Jahre erhalten bleibt.

Rod Stewart: "Blood Red Roses"
Bild © UMI/Republic

Sendung: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 5. Oktober 2018, 5:40 Uhr

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