Gladys Knight

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Stars der 80er: Gladys Knight

Die amerikanische Soul-Sängerin und Schauspielerin steht seit den 1950er Jahren auf der Bühne. Sie gehört lange Zeit zu den führenden Sängerinnen ihres Genres und wird mehrfach mit dem Grammy ausgezeichnet. Mit dem Superhit "Licence To Kill" - dem Titelsong zum James-Bond-Film "Lizenz zum Töten" erlangt sie 1989 weltweiten Ruhm.

Bereits im zarten Alter von vier Jahren beginnt die junge Gladys Knight, im Kirchenchor mitzusingen. Ihr Talent wird schon früh erkannt - so gründet sie 1952 mit nur acht Jahren und zusammen mit Ihrem Bruder Bubba und anderen Verwandten ihre erste Band: "The Pips". Schnell wird klar, dass die ebenso stimmgewaltige wie charismatische Sängerin das Vorzeigeschild des Ensembles ist. Daher wird die Band kurzerhand in "Gladys Knight & the Pips" umbenannt.

Größter Hit der Band: "Midnight Train To Georgia"

Schon früh kann die Band große Erfolge vorweisen und landet rund 40 Hits in den US-Charts. "Gladys Knight & The Pips" sind bereits ein etablierter R&B-Act, als sie 1966 bei Motown unterschreiben. Ihr größter Erfolg kommt jedoch, nachdem sie Motown verlassen: Mit dem Song "Midnight Train To Georgia" schaffen sie es 1973 an die Spitze der US-Popcharts.

Hier können Sie sich "Midnight Train To Georgia" von Gladys Knight & The Pips" nochmal anhören:

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"Licence To Kill" macht sie unsterblich

1989 lösen sich "Gladys Knight & the Pips" offiziell auf. Doch auch die Solo-Karriere meistert Gladys im Handumdrehen: Ihr Superhit "Licence to Kill", der Titelsong zum James-Bond-Film "Lizenz zum Töten", erreicht 1989 Platz drei in Deutschland und Platz sechs in Großbritannien. In den USA wird das Stück allerdings kein großer Erfolg. In Deutschland ist der Song bis heute der einzige, mit dem Knight der Sprung in die Charts gelang.

Hier können Sie sich den Welthit "Licence To Kill" von Gladys Knight nochmal anhören:

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TV-Konzert im Weißen Haus

In den frühen und späten 90er-Jahren nimmt sie mehrere Solo-Alben auf, doch an ihren alten Erfolg kann sie nicht mehr anknüpfen. Und doch gibt sie nicht auf: 1996 singt sie bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Atlanta vor ihrem bis dato größtem Publikum den Song "Georgia On My Mind" von Ray Charles. Ein Jahr später wird ihr exklusives Konzert im Weißen Haus vor dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton im TV übertragen.

Die 2000er Jahre beginnen wiederum stark: 2001 wird ihre CD "At Last" mit einem Grammy als beste traditionelle R&B-Platte ausgezeichnet. Ihr Duett mit Ray Charles, "Heaven Help Us All", erhält 2004 den Grammy als bestes Gospellied. Etwa gleichzeitig bringt sie ihre zweite Gospel-CD "One Voice" heraus - und prompt kommt auch der Erfolg zurück: "One Voice" erreicht Platz zwei in den US-Gospel-Charts und wird 2005 mit einem Grammy belohnt.

Gladys Knight singt auf Jackos Beerdigung

2009 hat sie die große Ehre, unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf der Beerdigung von Michael Jackson zu singen. Zehn Jahre später tritt sie mit ihrer Darbietung der US-Nationalhymne beim 53. Super Bowl in ihrer Heimatstadt Atlanta groß in Erscheinung.

Gladys Knight versucht bereits früh, auch als Schauspielerin Fuß zu fassen - mit mäßigem Erfolg. Nach ein paar kleineren Film- und Serienrollen ist Schluss. Privat ist Knight Mutter von drei Kindern, war viermal verheiratet und soll 16-fache Großmutter sowie sechsfache Urgroßmutter sein.

Die Familie bedeutet ihr alles

Über all die Jahre genießt die Soul-Größe die Musik im Kreise der Familie. Und ihre Familie bezeichnet sie bis heute als etwas viel größeres als die Musik. Der SZ sagte sie im Interview 2009 etwas schön passendes: "Ich hatte nicht das Gefühl, irgendetwas bemerkenswertes geleistet zu haben, bis ich mit 18 (1962) mein erstes Kind bekam. Wir waren zwar mit Jackie Wilson und Sam Cooke auf Tour gewesen, aber der Applaus und die Anerkennung bedeuteten mir nicht besonders viel."

"Ich habe gelernt, die Nase nicht zu hoch zu tragen"

Knight ist bis heute als Diva bekannt, doch bescheiden ist sie trotzdem immer geblieben: "Heute gibt es Künstler, die nur blaue M&Ms in ihrer Garderobe haben wollen. Damals waren wir froh, wenn wir eine Garderobe hatten", sagte sie im selben Interview.

Jemand habe eine Glasscherbe hochgehalten, damit sie etwas Lippenstift auftragen könne, wenn sie welchen hatte. "Diese Lehrzeit war Gold wert. Sie hat nicht nur unser Handwerk geschult, sondern auch unseren Charakter. Wir haben gelernt, die Nase nicht zu hoch zu tragen", so Knight weiter.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 28.05.2019, 9-12 Uhr

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