Mario Götze
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Sport ist immer eine Achterbahnfahrt - das weiß derzeit kaum einer so gut wie Borussia Dortmunds Offensivspieler Mario Götze. In seiner Dokumentation widmet sich Regisseur Aljoscha Pause der Person und dem Phänomen Götze.

13. Juli 2014: Es läuft die Verlängerung im WM-Finale zwischen Deutschland und Argentinien - ein ausgeglichenes Duell, in dem auch die Südamerikaner den Sieg voll verdient hätten. In der 113. Minute verhindert das ein erst 22-jähriges Talent aus Memmingen: Eine Brust-Ballannahme wie aus dem Lehrbuch und ein vor Zehenspitzengefühl strotzender Volleyschuss vorbei am argentinischen Schlussmann Sergio Romero und direkt in die Maschen. Mit feinster Technik bestätigt der junge Mario Götze, die in ihn gesetzten Hoffnungen und besiegelt den vierten WM-Titel für Deutschland.

Nachdenklicher Blick ins Innere

Höhen und Tiefen gehören dazu, aber nach der Glanztat im WM-Finale ging es für den heute 26-Jährigen nur noch abwärts. Aljoscha Pauses Film "Being Mario Götze" beschäftigt sich am Beispiel Mario Götze mit der Gnadenlosigkeit von Fußball, Fans und Fachpublikum. Die für den Bezahlsender DAZN produzierte Dokumentation zeigt den Fußballer hautnah und befragt auch seine Weggefährten. Wie wurde Mario Götze vom Wunderkind des deutschen Fußballs, das bereits mit 17 Jahren in der Bundesliga debütierte, zum Prügelknaben der Titelseiten, der nach seiner Verehrung als WM-Held 2014 vier Jahre später nicht einmal mehr am Turnier teilnehmen durfte?

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Keine Gnade für Profisportler

Vor kurzem erst hatte sich Ex-Nationalspieler Per Mertesacker kritisch zum Umgang der Öffentlichkeit mit Fußballern geäußert. Man dürfe als Profi wegen horrender Bezahlungen und paradiesischer Arbeitsbedingungen keine Schwäche zeigen, bemängelte der Innenverteidiger. Der Sportler werde dabei aber als Person einfach vergessen. Mario Götze kann da derzeit als Paradebeispiel gesehen werden.

Sendungsbezug: hr1, hr1 am Mittag, 18. Oktober 2018, 12 Uhr

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