Madonna wird am 16. August 2018 60 Jahre alt.
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Sie ist ein Popstar der Superlative. Verkaufte weltweit über 350 Millionen Tonträger, spielte mit Konzerten über 1,3 Milliarden Dollar ein und hält mit ihren Hits mehrere Charts-Rekorde. Am 14. Juni erscheint mit "Madame X" schon ihr 14. Studioalbum. Wir blicken auf ihr Leben und ihre Karriere - von A wie Abba bis Z wie Zungenkuss.

A wie Abba: Madonna ist erst die zweite Künstlerin, die ein offizielles Sample von Abba für einen Song verwenden durfte. Björn Ulvaeus und Benny Andersson persönlich erlaubten ihr für das Lied "Hung Up" Auszüge aus dem Hit "Gimme Gimme Gimme" zu benutzen. Im Detail handelt es sich um ein 24-taktiges Sample aus dem Anfang des Titels. Zuvor waren nur die Fugees in diesen Genuss gekommen, die Auszüge von "The Name Of The Game" für "Rumble In The Jungle" verwenden durften.

B wie Bay City: Der Geburtsort von Madonna im US-Bundesstaat Michigan, nördlich von Detroit. Aufgewachsen ist sie jedoch in Pontiac und später in Rochester (Michigan). Ihr Vater war Italiener, ihre Mutter Frankokanadierin. Madonna hat fünf Geschwister. Ihre Mutter starb an Brustkrebs, als sie fünf Jahre alt war.

C wie Ciccone: Madonnas Nachname. Ihr vollständiger Geburtsname lautet Madonna Louise Ciccone. Seit ihrer Firmung 1967 heißt sie Madonna Louise Veronica Ciccone.

D wie David Banta: So heißt ihr erster Adoptivsohn. Ab 2006 bemühte sie sich um die Adoption des malawischen Jungen, die 2008 rechtskräftig wurde. Weil der zwölfjährige Fußballer in die Jugendakademie von Benfica Lissabon aufgenommen wurde, zog Madonna 2017 nach Portugal.

E wie Evita: In der Verfilmung des Musicals spielt Madonna Eva Perón, die Gattin des argentinischen Präsidenten Juan Perón. Der Film gewann drei Golden Globes. Es ist einer der wenigen Leinwanderfolge der Sängerin.

F wie Film-Flops: Madonna wurde für ihre schauspielerische Leistung immer wieder verspottet. Fünfmal - so oft wie keine andere - erhielt sie den Schmähpreis "Goldene Himbeere" als schlechteste Schauspielerin. Zudem wurde sie als schlechteste Schauspielerin des Jahrhunderts "gekrönt".

G wie Guy Ritchie: Der britische Filmregisseur ist Madonnas zweiter Ehemann. In seinem Film "Swept Away" spielt Madonna die Hauptrolle. Das Paar war von 2000 bis 2008 verheiratet und hat einen Sohn - Rocco.

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H wie Hits: Von "Holiday" über "Like A Virgin", "Like A Prayer", "Frozen", "American Pie" bis "4 Minutes" - sie ist die kommerziell erfolgreichste Sängerin der Welt. 13 Nummer-eins Hits in Großbritannien, zwölf in den USA. In Deutschland landeten neun ihrer 13 Alben auf Platz eins. Dazu kommen 26 Top-Ten-Hits. In den US-Billboard-Dance-Charts kann sie 46 Spitzenpositionen vorweisen.

I wie Image: Die Künstlerin ist ein wahres Chamäleon. Nahezu bei jeder neuen Platte wechselt sie ihr Image. Ob Vamp, Monroe-Verschnitt, Erotikstar oder Cowgirl, ob im Trainingsanzug, in Dessous oder in Lack und Leder - keine Künstlerin wandelte sich im Laufe ihrer Karriere so oft und so erfolgreich.

J wie James Bond: Für den Film "Stirb an einem anderen Tag" lieferte Madonna 2002 den Titelsong "Die Another Day" und spielte selbst eine kleine Nebenrolle.

K wie Kabbala: Seit 1996 ist Madonna Studentin der Kabbala - einer mystische Geheimlehre im Judentum. Sie unterstützt das Kabbala-Center in Los Angeles und eine mit dem Zentrum in Verbindung stehende Kinderorganisation. Ihr Kabbala-Name ist Esther.

L wie Lourdes Maria: Der Name von Madonnas 1996 geborener Tochter. Der Vater ist der kubanische Fitness-Trainer Carlos Leon. Schon mit 13 Jahren brachte Lourdes eine eigene Modekollektion auf den Markt. Der Titel: "Material Girl". Außerdem spielt sie mehrere Instrumente und nahm Schauspielunterricht.

M wie Malawi: Vier Kinder aus diesem afrikanischen Land hat Madonna adoptiert. Neben David Banta (adoptiert 2008), sind das Mercy James (2009) sowie die Zwillinge Esther und Stella (2017). Die Republik Malawi in Südostafrika zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. 11,9 Prozent der Erwachsenen sind HIV-positiv. Frauen bringen im Schnitt 5,5 Kinder zur Welt. 34,2 Prozent der Bevölkerung können nicht lesen und schreiben.

N wie Nacktbilder: Ende der 1970er, Anfang der 1980er posierte Madonna für Aktfotos. Einige davon erschienen ein paar Jahre später - sie war längst ein Star - im "Playboy" und "Penthouse". Inzwischen sind die alten Aufnahmen Kunst - werden in Austellungen gezeigt. Martin Schreiber, der Madonna 1979 in New York ablichtete, sagte später: "Für mich war sie nur ein hübsches Mädchen, das meinen Anweisungen folgte."

O wie Orbit, William: Der britische Produzent sorgte 1998 für einen völlig neuen Madonna-Sound. Mit dem Album "Ray Of Light" wandte sich die Sängerin fernöstlichen Religionslehren und Spiritualität zu. Die Single "Frozen" mit dem dazugehörigen Video wurde zum Megaseller. Ihr Gewand aus dem Clip stammt von Jean-Paul Gaultier.

P wie Portugal: 2017 zog Madonna von den USA ins kleine Portugal. Hauptgrund: Ihr Sohn David, der in die Jugendakademie von Benfica Lissabon aufgenommen wurde. Aber auch andere Gründe spielten eine Rolle. Sie fühle sich in den USA nicht mehr so wohl, sagte sie und meinte damit wohl ihr Verhältnis zu Donald Trump, den sie als widerlich bezeichnete. Die portugiesische Hauptstadt sei für sie die beste "Allround-Lösung".

Q wie Queen: Am 18. November 2002 traf Madonna anlässlich der Premiere von "Stirb an einem anderen Tag" Queen Elisabeth II. in der Royal Albert Hall in London.

R wie Rocco: Madonnas Sohn aus der Ehe mit Guy Ritchie. Seit 2016 lebt der heute 18-Jährige bei seinem Vater in London. Zuvor hatte das Ex-Paar einen langen Streit um das Sorgerecht geführt.

S wie Sean Penn: Der Schauspieler war der erste Ehemann von Madonna. Sie schwärmte von ihm als "coolstem Mann des Universums". 1985 heirateten die beiden, 1987 trennten sie sich und 1989 wurde die Ehe geschieden.

T wie Tardigrada: Lateinischer Name für das Bärtierchen. Eine Unterart dieser im Wasser oder auf Mooskissen lebenden, weniger als einen Millimeter großen Tiere wurde 2006 nach Madonna benannt – Echiniscus madonnae.

U wie Unternehmergeist: Die Sängerin ist auch eine umtriebige Geschäftsfrau und Selbstvermarkterin - ob als Musikerin, Buchautorin oder Markenbotschafterin für namhafte Produkte. 2007 unterschrieb sie mit dem Konzertveranstalter Live Nation einen Zehnjahresvertrag mit einem Gesamtwert von 120 Millionen Dollar. Laut "Forbes" wird ihr Vermögen auf 580 Millionen Dollar geschätzt.

V wie Vatikan: Weil sie mit religiöser Symbolik spielte und provozierte, forderte der Vatikan 2006 bei der "Confessions"-Tour einen Boykott. Madonna hatte sich unter anderem zum Schein kreuzigen lassen. Auch die damalige Hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann forderte einen Boykott der Show in Hannover. Weltweit hagelte es vor Gerichten Klagen. Schon 1990 wollte der Vatikan das Madonna-Konzert in Rom verhindern, weil die Sängerin unter anderem Selbstbefriedigung auf der Bühne simuliert hatte.

W wie W.E.: Hierbei handelt es sich um ein britisches Filmdrama aus dem Jahr 2011. Madonna führte Regie und war am Drehbuch beteiligt. Die Initialen stehen für Wallis Edward. In dem Film geht es um die Affäre zwischen König Edward VIII. und Wallis Simpson. Die Kritiken fielen sehr gemischt aus.

X wie "X-Static Process": Madonnas musikalische Bandbreite war schon immer vielfältig. Bei "X-Static Process" aus dem Jahr 2003 widmet sie sich dem Genre des Folk.

Y wie Yahoo: Für das Internet-Portal machte Madonna 2002 Werbung.

Z wie Zungenkuss: Bei den MTV Awards 2003 sangen Britney Spears und Christina Aguilera als Tribut Madonnas "Like A Virgin". Dann kam Madonna selbst auf die Bühne und knutschte innig mit den beiden Pop-Sternchen.

Sendung: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 14.6.2019, 5 Uhr

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