Mike and the Mechanics

Es gibt Songs, die uns direkt packen, die ans Herz gehen und uns aus der Seele sprechen. So ein Song ist "The Living Years" von Mike & The Mechanics: "Ich wünschte nur, ich hätte ihm das alles gesagt, als er noch lebte - I just wish I could have told him in the living years".

In dem Song geht es darum, dass ein Mann seinen Vater verliert und bereut, die Konflikte mit ihm nicht ausgesprochen beziehungsweise nicht gelöst zu haben.

Zwei Schicksale in einem Song

1986 treibt den britischen Musiker B.A. Robertson diese Geschichte um, der Generationen-Konflikt, das Verhältnis von Vätern und Söhnen. So beginnt er, einen Song darüber zu schreiben. Er trifft sich mit Ex-Genesis Gitarrist Mike Rutherford - die beiden arbeiteten bereits öfter zusammen. Mike ist auf der Suche nach neuem Material für Mike & The Mechanics und sie sprechen über die Song-Idee.

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Da erhält Robertson einen Anruf und erfährt, dass sein Vater gestorben ist. Nicht viel später wird er selbst zum ersten Mal Vater. Im gleichen Jahr stirbt dann auch der Vater von Mike Rutherford. Ab diesem Zeitpunkt wird die Arbeit an dem Song für die beiden Musiker eine emotionale Angelegenheit: Sie fassen die Trauer über die unausgesprochenen Probleme mit ihren Vätern in ergreifende Worte, gepaart mit einer Ohrwurm-Melodie.

Auszeichnungen und Platz 1 in den US-Charts

Das zweite Mike & The Mechanics-Album "The Living Years" erscheint im Oktober 1988, mit der gleichnamigen Single. Und es zeigt sich, dass Mike Rutherford und B.A. Robertson mit ihrer persönlichen Song-Story sehr vielen Menschen aus dem Herzen sprechen.

Am 25. März 1989 steht "The Living Years" auf Platz 1 der US-Charts. Der Song wird für drei Grammys nominiert und gewinnt den Ivor Novello Award als bester Song, lyrisch und musikalisch.

Song ist aktueller denn je

Und auch 30 Jahre später hat der Song noch immer diese emotionale Wucht. Diese wird vor allem in den folgenden Songzeilen spürbar: "Ich war nicht da, an dem Morgen, als mein Vater starb. Ich konnte ihm nicht all die Dinge sagen, die ich ihm gerne gesagt hätte. Ich glaube, ich habe seinen Geist gespürt, später im Jahr. Ich bin sicher, dass ich sein Echo in den Tränen meines neugeborenen Babys gehört habe. Ich wünschte nur, das hätte ich ihm sagen können, als er noch lebte."

Sendung: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 25.03.2019, 5-9 Uhr

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