Reinhold Heil

Vor 37 Jahren landete der gebürtige Hesse mit seiner damaligen Band "Spliff" den Riesen-Hit "Carbonara". Reinhold Heil schrieb die Musik und den Text dazu, sang ihn auch selbst. Der Song landete auf Platz fünf der deutschen Single-Charts und brachte "Spliff" den kommerziellen Durchbruch. Doch was macht er eigentlich heute?

"Carbonara, e una Coca Cola" - inhaltlich geht es in dem poppigen Ohrwurm aus dem 1982 veröffentlichten Album "85555" um einen Mann, der mit einer Italienerin flirtet und sie zu Spaghetti Carbonara einladen will.

Ursprünglich hieß das Lied "Heiße Würstchen und 'ne Coca Cola" und enthielt Textfragmente einer italienischen Speisekarte, lateinische Worte und Ausschnitte aus einem italienischen Reiseführer. Erst bei der Produktion des Liedes entstand der heutige Text.

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Früheres Mitglied der Nina Hagen Band

Reinhold Heil wurde 1954 im osthessischen Schlüchtern geboren und war von 1977 bis 1979 Mitglied der Nina Hagen Band. Aus dieser Kombo wurde schließlich "Spliff" - eine der erfolgreichsten deutschen Rock-Bands der 80er. 1985 löste sich die Band auf, doch Heil machte weiter Musik: 1983 produzierte er die ersten drei Nena-Alben - das Highlight war der internationale Mega-Erfolg "99 Luftballons".

Neben Nena arbeitete er an den verschiedensten Projekten mit Musikern wie Thomas D., Rio Reiser, Stephan Remmler, Manfred Maurenbrecher, Marianne Rosenberg, Rainbirds, Stefan Waggershausen und Kim Wilde zusammen. Überdies war er für die Theater-Musik zur Shakespeare-Inszenierung von Katharina Thalbach am Berliner Schillertheater verantwortlich.

Nina Hagen Band

Enge Verbindung zu Regisseur Tom Tykwer

Heute ist Reinhold Heil einer der erfolgreichsten deutschen Filmmusikkomponisten und Produzenten. Er lebt seit 1997 in Kalifornien und hat sich in Los Angeles ein Musik- und Tonstudio eingerichtet. Er hat zwei Kinder, geboren 1999 und 2001.

Für spezielle Projekte arbeitete er häufig mit dem Komponisten Johnny Klimek zusammen. Gemeinsam zeichnen sie für die Filmmusik beinahe aller Filme des deutschen Filmregisseurs Tom Tykwer verantwortlich. 1998 kam der Durchbruch: Heil und Klimek komponierten den Soundtrack zum internationalen Kinoerfolg "Lola rennt". Es folgten "Das Parfüm" 2006, "The International" 2009 und "Cloud Atlas" 2012.

Heil erhält 2016 den Grimme-Preis

Für seine Arbeit hat Reinhold Heil prestigeträchtige Auszeichnungen bekommen: 2016 erhielt er den Grimme-Preis für die Titelmusik zur achtteiligen Event-Serie "Deutschland 83" von 2015. Zudem war er bereits für den Golden Globe sowie den Deutschen Filmpreis nominiert.

Aktuell arbeitet Reinhold Heil an der musikalischen Umsetzung für die TV-Serie "Deutschland 89" sowie die beiden Kinofilme "Deadwood" und "Running with the Devil".

Sendung: hr1, hr1 am Nachmittag, 15 Uhr, 07.05.2019

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