Kombo Phil Collins David Hasselhoff Robin Beck

Am 3. Oktober wird die hr1-Sendefläche von 10 bis 19 Uhr zum musikalischen Revival des Jahres 1989. Wir spielen die Songs, die in diesem Jahr in den Airplaycharts waren. Echt starke Songs, die sich eingeprägt haben und auf ewig mit dieser Zeit in Verbindung stehen werden.

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hr1 präsentiert Ihnen am "Tag der Deutschen Einheit" eindringliche Geschichten rund um die Hits des Jahres 1989, die sich bei vielen von uns nachhaltig ins Gehirn gebrannt haben. Besondere Geschichten von besonderen Songs in einem ganz besonderen Jahr.

Singlecharts 1989: Von David Hasselhoff bis Phil Collins

Ob "Lambada" von Kaoma, "Another Day in Paradise" von Phil Collins oder "The Look" von Roxette - das Jahr war reich an Songs, die bis heute jeder sofort im Ohr hat. Auch "Das Omen" von Mysterious Art oder "Looking For Freedom" von David Hasselhoff gehörten dazu.

Wir haben für Sie mal die Charts aller Nummer-eins-Hits in Deutschland aus dem Jahr 1989 zusammengestellt:

  • Bobby McFerrin mit "Don't Worry Be Happy" - Von November '88 bis Mitte Januar '89 hielt sich der Gute-Laune-Song des US-amerikanischen Vokalkünstlers stolze neun Wochen auf Platz eins.
  • Robin Beck mit "First Time" - Von Januar bis Anfang März rangierte die Pop-Ballade sieben Wochen auf Rang eins. Anfangs noch als reine Werbesingle für eine Coca-Cola-Reklame gedacht, mauserte sich der Song außerhalb der USA zum echten Hit.
  • Marc Almond & Gene Pitney mit "Something’s Gotten Hold Of My Heart" - An dem Cover des Gene-Pitney-Klassikers aus dem Jahr 1967 führte bis Anfang April kein Weg vorbei. Soft-Cell-Sänger Marc Almond (u.a. "Tainted Love") verlieh dem alten Stück neuen Glanz und machte es zum Ohrwurm.
  • David Hasselhoff mit "Looking For Freedom" - Acht Wochen lang lief von Anfang April bis Ende Mai gefühlt kein anderer Song im deutschen Radio als dieser. Da im Titel das Wort "Freiheit" vorkommt, hielten es viele fälschlicherweise für eine Freiheitshymne.
  • Roxette mit "The Look" - Im Juni gelang dem schwedischen Pop-Duo der große internationale Durchbruch. Bis Anfang Juli beherrschte ihr Song über fünf Wochen lang die Charts und grüßte vom Platz an der Sonne.
  • Mysterious Art mit "Das Omen (Teil 1)" - Die deutsche Dancefloor- und Synthie-Pop-Gruppe aus dem Rhein-Main-Gebiet schaffte es im Juli gleich mit ihrer Debütsingle auf Platz eins. Über neun Wochen beherrschte die Gruppe die deutschen Charts.
  • Jive Bunny & the Mastermixers mit "Swing The Mood" - Das englische Duo war bekannt für seine Party-Medleys und Mashups. Andy Pickles und DJ Les Hemstock mixten bei diesem Stück mehrere alte Rock-&-Roll-Songs zur Melodie von Glenn Millers "In the Mood" zusammen - fertig war der Riesenhit, der sich drei Wochen auf Platz eins hielt.
  • Kaoma mit "Lambada" - Der portugiesischsprachige Millionenseller von einer in Frankreich produzierten Popgruppe stand von Mitte September bis Anfang Dezember wie ein Fels in der Brandung: Zehn Wochen lang rangierte der millionenfach verkaufte Song, der weltweit ein regelrechtes "Lambada-Tanzfieber" auslöste, auf Platz eins.
  • Phil Collins mit "Another Day In Paradise" - In der Weihnachtszeit landete der Brite mit seinem Song über Obdachlosigkeit in den USA einen Mega-Hit. Bis Mitte Februar 1990 überwinterte der Track für insgesamt zehn Wochen auf Rang eins.

Die deutschsprachigen Top-Songs aus Ost und West

In der DDR führte die Band Rockhaus mit "Mich zu lieben" im Jahr des Mauerfalls die Ost-Charts an. In dem Lied geht es um einen jungen Mann, der im Gefängnis sitzt und sich nach der verschmähten Liebe seiner Eltern sehnt.

Im Westen hingegen sorgte die deutsche Schlagersängerin Hanne Haller mit ihrem Song "Mein lieber Mann" auf Platz 67 für das beste Ergebnis unter den deutschsprachigen Titeln in den Top 100. Das Lied handelt von einer Frau, die Liebeskummer hat, weil ihr viel beschäftigter Mann nie Zeit für sie hat. Haller erhielt 1991 eine Goldene Schallplatte für ihr gleichnamiges Album. Sie starb 2005 an Brustkrebs.

Was musikalisch sonst noch geschah...

Auch sonst passierte viel im Musikjahr 1989: US-Sänger Michael Jackson erhielt offiziell den Titel "King of Pop", nachdem er den "Soul Train Heritage"-Award gewonnen hatte. Derweil landete die zu dem Datum noch unbekannte Grunge-Band Nirvana mit ihrem Debütalbum "Bleach" einen Achtungserfolg.

Und während Pop-Ikone Madonna nach dreieinhalb Jahren Ehe die Scheidung von ihrem gewalttätigen Mann Sean Penn einreichte, geriet Soul-Sänger James Brown wegen mehrerer schwerer Delikte mit dem Gesetz in Konflikt und musste sogar auf Bewährung ins Gefängnis.

Modern Talking trennen sich, Madonna sorgt für Empörung

Madonnas Musikvideo zu "Like A Prayer" erntete derweil heftige Kritik von der katholischen Kirche, da sie in dem Clip Kreuze abbrennen ließ und etliche Tabuthemen wie Diskriminierung, Vergewaltigung und Selbstbefriedigung verherrlichte. Sie verlor daraufhin sogar ihren millionenschweren Werbedeal mit Pepsi. Madonna revanchierte sich bei der "MTV Video Music Awards"-Show auf ihre ganz persönliche Art: Sie deutete auf der Bühne Masturbation an, zeigte jede Menge Haut und trug nur einen schwarzen BH.

In Deutschland gaben unterdessen Modern Talking ihre Trennung bekannt, Thomas Anders veröffentlichte daraufhin sein erstes Solo-Album mit dem Titel "different". Ende des Jahres begrüßte Viktor Worms im Namen der ZDF-Hitparade erstmals auch die Gäste aus Ostberlin und witzelte sich mit Sätzen wie "DDR=Deutsche Dürfen Rüber" durchs Programm.

Sendung: hr1, hr1 am Feiertag, 03.10.2019, 10 - 19 Uhr

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