Pål Waaktaar-Savoy, Morten Harket und Magne Furuholmen von a-ha bei einem Konzert 1988
Sie können nicht ohne einander: Pål Waaktaar-Savoy, Morten Harket und Magne Furuholmen von a-ha. Bild © Imago

Drei Schulfreunde gründen die bis heute bekannteste norwegische Band: die Rede ist natürlich von a-ha. Morten Harket, Magne Furuholmen und Pål Waaktaar schufen mit dem Debütalbum "Hunting High and Low" großes Gefühlskino.

Weitere Informationen

Information

Album: "Hunting High And Low" 
Band/Künstler: a-ha 
Veröffentlichung: Mai 1985 
Besondere Songs: Take On Me, The Sun Always Shines On TV, Hunting High And Low 
Chart-Erfolge: USA #15, UK #2, Norwegen #1 

Ende der weiteren Informationen

1984 entschließen sich drei Schulfreunde in Norwegen, eine Band zu gründen – und über 20 Jahre später sind sie immer noch zusammen erfolgreich. Die Rede ist von a-ha. Zwischendurch war es auch mal ruhiger um sie, und getrennt war man auch vorübergehend, aber zurück gekommen sind sie immer stärker als vorher. a-ha ist damit die erste norwegische Band, die es in den USA an die Spitze der Charts geschafft hat - und zwar gleich 1985 mit der Debüt-Single "Take on Me". 

Morten Harket, Magne Furuholmen und Pål Waaktaar – die drei Norweger wursteln Anfang der Achtziger in einem Vorort von Oslo in Schülerbands rum. Harket findet, dass er gut singen kann, sie nennen sich a-ha und gehen nach London, um Stars zu werden. 

Größer als die Beatles wollen sie werden. Nach Durchsicht einiger Wörterbücher finden sie heraus, dass das Wörtchen "aha" in vielen Sprachen existiert, und dass es immer eine positive Ausstrahlung hat. Der richtige Name für unsere Band, sagen sie sich. Größer als die Beatles werden sie zwar nicht, aber wer ist das schon? Größer als jede Band, die je aus Norwegen kam, sind a-ha allemal. 

a-ha Hunting High and Low Cover
Das Plattencover von a-has "Hunting High And Low" Bild © Plattenfirma

Den ersten Song nehmen sie mit Blechbüchsen und geliehenen Gitarren auf – die Urversion von Take On Me. Eine Plattenfirma beißt an und schneller als sie begreifen können, haben a-ha ihren ersten Welthit. 

Das passende Image für die smarten Songschreiber aus dem hohen Norden hatte die Plattenfirma auch schon parat: Eine Boygroup mit melancholischem Touch sollte es sein. a-ha, noch naive Anfänger im Popbusiness, ließen es mit sich machen und wurden bald von hysterischen Teeniemädchen mit Kuscheltieren beworfen. Millionen verkaufte Platten, überfüllte Terminkalender und kein Privatleben mehr - das konnte nicht lange gut gehen. 1993 trennen sich die Wege der drei - allerdings nicht für immer: nach einem Comeback 1998 und der erneuten Trennung 2010 kam es 2016 wieder zur Reunion. 

Take on Me 

Im Sommer 1985 gelingt den Norwegern von A-ha der Durchbruch - endlich. Denn es waren drei Versuche nötig, "Take on Me" in die Charts zu bringen. Die erste Version von 1984 wurde nur etwa 300 mal verkauft. Erst im dritten Anlauf begann der weltweite Erfolg der drei Norweger - mit Hilfe des Fernsehens: Das besondere Musikvideo mit einer Mischung aus comicartigem Animationsstil und Realbildern wurde vom Musiksender MTV ins Programm genommen. So verhalf der Clip der Band zur Nummer 1 in den US Charts. 

"Hunting High and Low" 

Er hat sie überall gesucht, auf Höhen und in Tiefen – und nun liegt sie neben ihm und schläft, keine Handbreit weg, und sie ist süßer als in seinen wildesten Träumen - in Sachen Liebeslyrik ist "Hunting High and Low" vom 1985er Debütalbum von a-ha vielleicht nicht die Neu-Erfindung des Rades, ein hübsches Bild ist es allemal. 

Der Song beweist außerdem anschaulich, warum so viele aktuell erfolgreiche Bands wie etwa Coldplay sich gerne auf diese Zeit im Schaffen von a-ha beziehen. Es ist immerhin großes Gefühlskino. Als Pop-Trendsetter hat das norwegische Trio in den 80ern Musikgeschichte geschrieben, mit großen, sehnsüchtig klingenden Pop-Dramen. 

In den 90ern sank ihr Stern, oder wie Sänger Morten Harke es heute souveräner formuliert: "Wir haben die 90er ganz einfach übersprungen".

Sendung: hr1, hr1-80er-Tag, 17. Februar 2017, 10 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit