Jim Belushi, Aretha Franklin und Dan Akroyd in einer Szene des Films "Blues Brothers" (1980)

Aretha Franklin war schon seit den späten 60er Jahren die Diva des Souls - auf ihrem Album "Who's Zoomin' Who" ging sie mit einem Duett mit den Eurythmics neue Wege.

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Information

Album: "Who's Zoomin' Who"
Künstlerin: Aretha Franklin 
Veröffentlichung: Juli 1985 
Besondere Songs: Freeway Of Love, Who's Zoomin' Who, Sisters Are Doin' It For Themselves 
Chart-Erfolge: Freeway Of Love: USA #1 

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Wenn jemand schon mit 14 Jahren seine ersten Gesangsaufnahmen macht, in einem Gospelchor singt und der eigene Vater die Kirchengemeinde leitet, dann sind die Vorrausetzungen für eine Gesangskarriere gut. Die Sängerin Aretha Franklin brachte auch noch das nötige Feeling für Soul mit und so wurde sie zur erfolgreichsten Soul und Gospelmusikerin der 60er Jahre. 

Schon in den fünfziger Jahren, als Aretha Franklin noch ein Teenager war, hatte die legendäre Plattenfirma Motown Interesse an ihr. Den ersten Vertrag schloss sie aber mit Columbia. Keine gute Entscheidung, denn diese Firma wollte in erster Linie Popsongs von ihr haben. Die liegen der schwarzen Frau mit der kräftigen Stimme gar nicht. 

Musikvideo: "Sisters Are Doing it for Themselves"

Erst der Wechsel zu Atlantic und die Zusammenarbeit mit Produzent Jerry Wexler brachte das volle Talent von Aretha Franklin zum Vorschein. Zusammen mit der Rhythmus-Gruppe der Muscle Shoals Studios in Alabama entstanden die ersten Hits. Allein von 1967 bis 1968 war Aretha Franklin mit zehn Songs in den Top Ten vertreten. Es war die Zeit der Bürgerrechtsbewegung und der Emanzipation der Afroamerikaner. Die Soulmusik verstärkte das neu gewonnene Selbstvertrauen. Intensität, Leidschaft, Schmerz und Freude- all das schwingt in der Stimme von Aretha Franklin mit. 

Aretha Franklin Who's zoomin' who Cover

"Sisters Are Doing it for Themselves"

Die englischen Eurythmics galten die längste Zeit als exzentrisches Elektro-Pop-Duo. Entsprechend groß war die Überraschung, als sie sich für eine Single mit der Soul-Königin Aretha Franklin zusammentaten. Dabei hatte Sängerin Annie Lennox ein Organ, das sie für diesen Stil durchaus prädestinierte und das einer Aretha gewachsen war. 

Es gab noch mehr Berührungspunkte zwischen den beiden Diven. Aretha hat ihre ganze Karriere hindurch Position bezogen für die Rechte der Frau – und Annie Lennox hat Geschlechterrollen auf den Kopf gestellt. Also folgerichtig, dass sie sich 1985 für einen Song treffen sollten. Dabei war Aretha gar nicht die erste Wahl gewesen. 

Tina Turner, auch eine starke Frau, die sich im harten Business durchgesetzt hatte, war zuerst gefragt worden, hatte aber abgelehnt. Annie Lennox war, das gab sie später zu, mit Aretha Franklins Aufnahmen gar nicht so vertraut. Ihr wurde deren Qualität erst später und in der direkten Zusammenarbeit mit Aretha bewusst. Die Botschaft des Songs: Wir Frauen kriegen das schon gestemmt.

Sendung: hr1, hr1-80er-Tag, 17. Februar 2017, 10 Uhr

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