BAP 1988 bei einem Konzert
Wolfgang Niedecken (in Rot) tourt auch heute noch mit "Niedeckens BAP". Bild © Imago

Seit über 30 Jahren stehen die Deutschrocker von BAP auf der Bühne. Das Markenzeichen der Band um Frontmann Wolfgang Niedecken: ihr unverwechselbarer Kölscher Dialekt.

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Information

Album: "Für Usszeschnigge!" 
Band: BAP 
Veröffentlichung: 1981 
Besondere Songs: Frau, ich freu mich, Verdamp lang her 
Chart-Erfolge: Deutschland #1 

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Zwar dachte im Jahr 1976 noch keiner der Jungs der Gruppe BAP daran, vier Jahrzehnte später immer noch als erfolgreiche Musiker tätig zu sein. Aber sie haben mittlerweile Zeitgeschichte geschrieben. Anfangs standen sie noch mit beiden Beinen in der Protestbewegung - heute sind sie die Elder Statesmen des handgemachten deutschen (kölschen) Rock. 

Frau, ich freu mich 

Auf der Autobahn, Richtung Köln, führt Wolfgang Niedecken ein Selbstgespräch: "War der komisch heute der Auftritt, ich war nicht besonders drauf, wenn das nicht bald zu regnen aufhört... Warum blendet der jetzt auf?" Dabei hört er zum 10. Mal die Kassette von Springsteen, findet den Mond von Wanne-Eickel nicht den Bringer, regt sich auf über die gehäkelten Klopapieretuis, und würde am liebsten abheben und sich ins warme Bett beamen. Denn: "Frau, ich freu mich unbeschreiblich auf dich." 

Bap Für Usszeschnigge Cover
Das Plattencover von BAPs "Für Usszeschnigge" Bild © Plattenfirma

Verdamp lang her 

Verdammt lang her ist es, dass sich BAP gegründet haben. Seit 1976 spielen die Kölner Jungs zusammen. Und obwohl ausserhalb von Köln kaum einer die Texte ihrer Songs versteht, haben BAP Karriere gemacht. Ihren Durchbruch haben sie 1981 mit dem Album "Für Usszeschnigge", und mit ihrem größten Hit "Verdamp lang her". 

"Verdammt lang her, dass ich bei dir am Grab war, verdammt lang her, dass wir gesprochen haben." heißt es in dem Text, den Wolfgang Niedecken wie eine Art Zwiegespräch mit seinem verstorbenen Vater geschrieben hat. Und weiter: "Hast fest geglaubt, dass wer im Himmel auf dich wartet. 'Ich gönne es dir', habe ich gesagt." Ein Song, über den Niedecken sagt, er bekäme immer noch Gänsehaut, wenn er ihn live spielt.

Sendung: hr1, hr1-80er-Tag, 17. Februar 2017, 10 Uhr

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