Bruce Springsteen auf der Bühne 1988
Bruce Springsteen bei einem Konzert im Jahr 1988 Bild © Imago

Erst mit seinem siebten Album "Born in the USA" schafft der "Boss" den Durchbruch. Es erscheint im Juni 1984 und wird im Jahr darauf in den USA das meistverkaufte Album. In Deutschland hält sich die Platte elf Wochen auf Platz 1.

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Information

Album: "Born In The USA" 
Künstler: Bruce Springsteen 
Veröffentlichung: Juni 1984 
Besondere Songs: Born In The Usa, Cover Me, My Hometown, Dancing In The Dark, I'm On Fire 
Chart-Erfolge: Dancing In The Dark: USA #2 

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Der Musikkritiker und spätere Manager von Bruce Springsteen, Jon Landau, schrieb 1974 eine Konzertkritik über den Boss, die lange nachhallen sollte. "Ich sah die Zukunft des Rock’n Roll, und ihr Name ist Bruce Springsteen" ("I saw rock and roll future and it’s name is Bruce Springsteen"). Das war kurz vor Springsteens Durchbruch, zu einer Zeit, als der spätere Boss noch im Vorprogramm von Bonnie Raitt auftrat. 

1972 erhielt er seinen ersten Plattenvertrag und nur ein Jahr später erschien seine erste LP, die trotz vieler Lobeshymnen und Vergleiche mit Bob Dylan, floppte. Erst nach einem Konzert im Vorprogramm von Bonnie Raitt wurde er richtig populär. 

Das Plattencover von Bruce Springsteens "Born In The USA"
Das Plattencover von Bruce Springsteens "Born In The USA" Bild © Plattenfirma

Den kommerziellen Durchbruch schaffte er mit dem Album "Born to run", das er zuerst nicht veröffentlichen wollte, das dann aber sofort auf Platz 3 der US-Album-Charts sprang. Die gleichnamige Single war sein erster Hit. Zum Superstar macht ihn dann allerdings neun Jahre später sein siebtes Album: "Born In The USA". Das Album erscheint am 4. Juni 1984 und wird 1985 das meistverkaufte Album in den USA. Sieben Singles daraus schaffen es in die Top Ten. 
In Deutschland erreicht "Born In The USA" Platz 1 der Albumcharts am 3. Juli 1985, und hält sich dort elf Wochen. 

Bruce Springsteen soll für das Album mehr als 80 Songs geschrieben haben, zwölf schaffen es am Ende aufs Album. "Born In The USA" wird für Bruce Springsteen der größte kommerzielle Erfolg. Seine Songs laufen weltweit in den Radioprogrammen und Springsteen füllt Arenen. 

Auf dem Albumcover sieht man die Rückenansicht von Bruce Springsteen. Vor weißen und roten Streifen sieht man ihn in weißem T-Shirt, in Blue Jeans und aus der Hosentasche hängt eine rote Base-Cap. Aufgenommen hat das Foto die legendäre Fotografin Annie Leibovitz. 

Bruce Springsteen, der Sohn eines Busfahrers, ist ein Beispiel für den amerikanischen Traum: Er war 1999 mit ca. 53 Millionen Dollar-Vermögen einer der reichsten Rocksänger überhaupt. Er hatte wie tausende anderer Jungs seit dem 14. Lebensjahr in verschiedenen Bands gespielt und schwankte stilistisch zwischen Folk, Rock'n'Roll und Hardrock. Begleitet wurde er von Anfang an von der E-Street-Band, wo unter anderem Steve Van Zandt alias "Little Steven" mitspielte, der aber später ausstieg und durch Nils Lofgren ersetzt wurde. 

Auf diesem Album gibt es kein Füllmaterial. Jeder einzelne Song ist richtig so wie er ist. Textlich ist alles wie immer beim Boss. Er erzählt Geschichten aus der Perspektive des hart arbeitenden Durchschnittsamerikaners. Job, Frau, Geld, Auto und die ganz besonderen Hoffnung und Erwartungen die man mit den USA verbindet. 

"Born In The USA": US Präsident Ronald Reagan machte sich damals den Titelsong des Albums zur Wahlkampfhymne und zitierte ihn als beispielhaft für Amerika. Er hatte den Song allerdings überhaupt nicht kapiert.  Born In The USA widmete Springsteen den Heimkehrern aus dem Vietnamkrieg in ein Amerika, in dem Kriegsverlierer Buhmänner waren. Sieht man sich den Videoclip an und liest den Text des Titelstücks, dann fragt man sich, warum dieser Song als übertrieben patriotisch missverstanden wurde. Schuld für das Missverständnis ist sicherlich die überaus hymnische, kraftvolle Melodie. "Born In The USA" ist die Geschichte eines Vietnam-Veteranen, der in der Gesellschaft nicht mehr Fuß fassen kann. 

"My Hometown" ist eine melancholische Ballade über das Älterwerden. 

"I’m On Fire" ist die vierte Single vom Album. Das Video gewann einen MTV Video Music Award. Springsteen spielt in dem Video einen Automechaniker. Eine attraktive Kundin bringt ihm einen Ford Thunderbird, und gibt ihm die Schlüssel. Er bringt ihr nachts das Auto, benutzt aber nicht die Hausschlüssel, obwohl sie vermutlich auf ihn wartet, hinter dem beleuchteten Fenster. Er wirft ihr aber die Schlüssel in den Briefkasten und geht davon. 

"Cover Me": hat Bruce Springsteen eigentlich für Donna Sommer geschrieben, sein Manager Jon Landau hat ihn überredet es selber aufzunehmen. Es war die zweite Single vom Album. 

Dancing In The Dark": ist die erste Single vom Album und der größte Hit, mit einer Millionen verkauften Singles in den USA. Bis heute werden der Song und das Album kontrovers diskutiert – die einen halten es für platten Patriotismus, klischeehaft und missverständlich – für andere wiederum hat es Herz und Seele. Springsteen selbst liebt das Album auch und spielt es heute gelegentlich bei seinen Konzerten komplett von vorne bis hinten durch!

Sendung: hr1, hr1-80er-Tag, 17. Februar 2017, 10 Uhr

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