Peter Cetera, Sänger von Chicago, 1986 bei einem Fernsehauftritt
Peter Cetera verließ Chicago nach dem Album "Chicago 17". Bild © Imago

Die Jazzrock-Band gründete sich 1967 in Chicago. Immer wieder setzte sie mit ihrem einzigarten Musikstil und dem großen Talent ihrer Mitglieder Maßstäbe und trieb den Jazzrock zu neuen Höhen.

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Information

Album: "Chicago 17" 
Band: Chicago 
Veröffentlichung: Mai 1984 
Besondere Songs: You're The Inspiration, Hard Habit To Break, Along Comes A Woman 
Chart-Erfolge: You're The Inspiration, Hard Habit To Break USA #3 

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Sieben Freunde aus Chicago wollen in Los Angeles ihr Glück versuchen. Sie bekommen einen Plattenvertrag und werden eine der erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten, Chicago. Seit 1969 liefern sie ein erfolgreiches Album nach dem anderen. 

Das 17. Album von Chicago soll eines der erfolgreichsten, aber leider das letzte mit Leadsänger und Bassist Peter Cetera werden. Denn der geht danach nicht weniger erfolgreich Solo-Wege. Cetera war erst nach einigen Jahren, Mitte der 70er, zu Chicago gekommen. Aber er erweist sich als wertvolles Bandmitglied, und sorgt für einige ihrer größten Hits, wie "Hard To Say I'm Sorry", das er zusammen mit Produzent David Foster geschrieben hat.

Das Plattencover das Albums "Chicago 17"
Das Plattencover das Albums "Chicago 17" Bild © Plattenfirma

Eine weitere äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden ist "You're The Inspiration", das 1985 Platz drei der US-Charts erreicht. "Unsere Liebe sollte die ewige Liebe werden" heißt es in der romantischen Ballade. "Ich brauche dich hier bei mir, von heute Nacht an bis ans Ende der Zeit. Du bist die Bedeutung meines Lebens, du bist die Inspiration." Wann hat man jemals eine schönere Liebeserklärung gehört? Chicago und "You're The Inspiration". 

Ihre Hits kennen wir alle: If You Leave Me Now, Hard To Say I’m Sorry dürften die beiden bekanntesten sein. Aber die Band dazu: Chicago, gibt’s die überhaupt noch? Oh ja, es gibt sie noch und zwar ohne große Unterbrechungen seit ihrer Gründung 1968.  Zugegeben – Hits sind Chicago seit vielen Jahren nicht mehr gelungen. Aber sie sind immer noch eine richtig gute Live-Band.

1970 hatten die Gründungsmitglieder bereits drei Jahren zusammen Musik gemacht. Erst unter dem Namen The Big Thing, dann als The Chicago Transit Authority. Die Spezialität der Band: das Verschmelzen von Big Band Jazz mit Rock. Allerdings erweist sich der Spagat zwischen Jazz-Anspruch und Pop-Tauglichkeit als hinderlich. Berühmt werden Chicago ab Mitte der 70er für ihre Balladen.

Für die einen gelten Chicago da nur noch als Weichspüler, die anderen kaufen ihre Platten. 90 Millionen Stück setzen sie in den erfolgreichsten 15 Jahren ab. Die Band ist konstant auf Tour und haut einen Erfolg nach dem anderen raus, erinnert sich Sänger und Keyboarder Robert Lamm. "Irgendwie wurden diese Songs geschrieben. Wir blieben immer produktiv und waren dauernd auf Achse. Ich denke, das hat uns geprägt und zu dem gemacht, was wir heute sind."

Chicago stecken auch Krisen weg. Gitarrist und Sänger Terry Kath erschießt sich Anfang 1978 beim russischen Roulette. 1985 verlässt Leadsänger Peter Cetera die Band. Kurz zuvor erreichen Chicago mit dem Album 17 einen neuen Höhepunkt. Danach gelingen Chicago keine großen Würfe mehr. Anfang der 90er überwirft sich die Band mit der Plattenfirma und kündigt ein Konzeptalbum an. Daraus wurde lange Zeit erstmal nichts. 2006 knüpfen sie mit dem Album 30 (ja, tatsächlich das 30. Album) an den alten Sound mit druckvollen Bläsern an. 

Heute sind Chicago wieder eine überzeugende Liveband. Wenn Robert Lamm auf mehr als 40 Jahre Bandgeschichte blickt: Bereut er etwas? 

"Naja, ein paar Momente würde ich schon gerne streichen. Andererseits haben uns gute und schlechte Momente soweit nach oben gebracht. Die Band ist heute in bester Verfassung. Wir sind uns dessen bewußter und das ist ein Vorteil."

Sendung: hr1, hr1-80er-Tag, 17. Februar 2017, 10 Uhr

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