Glass Tiger 1989 bei einem Konzert
Alan Frew (Gesang) und Al Conelly (Gitarre) 1989 bei einem Konzert Bild © Imago

Ihr Debüt-Album wird direkt zum riesigen Erfolg: "The Thin Red Line" war für den Grammy nominiert. Entscheidend für den Erfolg: Glass Tiger, die sich damals noch Tokyo nannten, konnten Jim Vallance, den Songschreiber von Bryan Adams, als Produzenten gewinnen.

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Information

Album: "The Thin Red Line" 
Band: Glass Tiger 
Veröffentlichung: Juni 1986 
Besondere Songs: Don't Forget Me When I'm Gone, Someday, Thin Red Line, Closer To You 
Chart-Erfolge: Don't Forget Me When I'm Gone: Kanada #1 

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Die Band Glass Tiger ist aus Kanada, und in den 80ern kommt man da natürlich nicht an Bryan Adams vorbei, dem kanadischen Superstar. Die Jungs machen also alles richtig, als sie Adams' Songschreiber Jim Vallance als Produzenten engagieren.

Leadsänger Alan Frew erinnert sich an das erste Treffen mit Produzent Jim Vallance: "Er holte uns am Flughafen ab, und um das Eis zu brechen, fragte er uns, was wir so hörten. Wir nannten Tears For Fears. In seinem Haus tranken wir Tee und hörten 'Everybody Wants To Rule The World', und wir mochten den Shuffle Beat. Wir gingen also ins Studio und schrieben basierend auf diesem Beat 'Don't Forget Me When I’m Gone'". 

Die Idee war, dass die Band sich nach Vancouver zurückzog, und mit Jim Vallance dort in Ruhe an Songs arbeitete. Die Zusammenarbeit klappte wunderbar, und in kürzester Zeit hatten Glass Tiger ihre größten Hits geschrieben: "Don’t Forget Me When I’m Gone" und "Someday". 

Dass Bryan Adams sich bereit erklärt, die Backing Vocals zu singen, ist ein großes Glück für die Band. Er hat gerade sein erstes Nummer-1-Album in Kanada und den USA veröffentlicht, "Reckless", und dank Jim Vallance Kontakten kommt er ins Studio. 

Das Plattencover von Glass Tigers "The Thin Red Line"
Das Plattencover von Glass Tigers "The Thin Red Line" Bild © Plattenfirma

Sänger Alan Frew arbeitet anfangs neben seinem Job als Sänger in einer Band als Krankenpfleger in einem kanadischen Krankenhaus, wo er unter anderem auch bei Autopsien dabei ist. Später sagt er über diese Erfahrung: "Ich bin ziemlich schnell gereift. Wenn du Autopsien machst, und das nicht verkraftest, dann bekommst du ganz schnell ein Zimmer in der Psychatrie. Du bekommst einen Sinn für die Realität von Leben und Tod, und wie zerbrechlich wir Kreaturen eigentlich sind. Im Krankenhaus zu arbeiten führt auch dazu, dass du die Dinge um dich herum mehr zu schätzen lernst." 

Den Job gibt Alan Frew erst mal auf, und tourt mit seiner Band Glass Tiger durch Europa, als Special Guest von Tina Turner. 

Anfang der 80er heißen sie noch Tokyo, und spielen in kanadischen Clubs und Bars. 1984 bekommen sie einen Gig als Vorband von Culture Club im Maple Leaf Garden in Toronto. Das ist der Wendepunkt – aus Tokyo wird Glass Tiger, und die Band erhält kurz darauf einen Plattenvertrag. Für das Debüt-Album "The Thin Red Line" gibt es 1986 eine Grammy-Nominierung und fünf Juno-Awards, die kanadische Version der Grammys.

Sendung: hr1, hr1-80er-Tag, 17. Februar 2017, 10 Uhr

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