Human League bei einem Auftritt 2008
Phil Oakey brachte Susanne Sulley und Joanne Catherall Anfang der 80er zu Human League Bild © Imago

Anfangs war Human League eine reine Männerband, dann kam es zum Bruch. Der Sänger Phil Oakey nahm den Bandnamen mit, engagierte zwei Sängerinnen und neue Musiker - und der Erfolg der Synthie-Pop-Band stellte sich langsam ein.

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Information

Album: "Crash" 
Band: Human League 
Veröffentlichung:September 1986 
Besondere Songs: Human 
Chart-Erfolge: UK #7, Deutschland #14

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Sie waren eine der ersten richtig erfolgreichen Synthie-Pop Bands. Und sie haben den Sound der 80er entscheidend mitgeprägt. The Human League haben ihren Namen aus einem Science Fiction Kriegsspiel, in dem die "Human League" eine Gruppe ist, die nach mehr Unabhängigkeit von der Erde verlangt. 

1977 gegründet von den Synthesizer-Spielern Martyn Ware und Ian Marsh, kommt ein Jahr später der Sänger Phil Oakey dazu. Man nennt sich Human League. Und ist ein bisschen erfolgreich. Aber schon bald gibt es Streit, die Formation bricht auseinander. Da aber die nächste Tournee schon gebucht und ein Teil des Geldes schon verjubelt ist, beschließt Sänger Oakey alleine weiter zu machen, beziehungsweise, sich neue Musiker zu suchen.

Das Plattencover von Human Leagues "Crash"
Das Plattencover von Human Leagues "Crash" Bild © Plattenfirma

Ein gutes Geschäft für Phil Oakey

Er darf den Bandnamen weiter benutzen, wenn er die zwei Ex-Mitglieder finanziell am Erlös des nächsten Albums beteiligt. Kein so schlechtes Geschäft, wie sich rausstellen sollte. Denn jetzt, in der Besetzung mit neuen Leuten am Synthesizer und zwei Sängerinnen, erst jetzt starten Human League so richtig durch. 

"Human" heißt einer der großen Hits von Human League, eine Ballade, in der es um eine Entschuldigung geht: "Komm schon, Baby, wisch deine Tränen weg, willst du mir bitte verzeihen?". Und dann kommt die Ausrede, die wir nur allzugut kennen, die aber natürlich auch irgendwie stimmt: "Ich bin nur menschlich, gemacht aus Fleisch und Blut, und geboren um Fehler zu machen". Und vielleicht, um aus den Fehlern auch mal zu lernen! 

Viel Zoff im Studio

Der Song ist von ihrem Album Crash. Und an dem haben Human League bereits neun Monate lang gearbeitet, als sie beschließen, die Produzenten zu wechseln. Den neuen, James Harris und Terry Lewis, geben Human League dann vertrauensvoll freie Hand. Zwar gab es im Studio viel Zoff und die Band reist vor Fertigstellung aus dem Studio in Minneapolis ab. Doch vom Ergebnis ist die Band begeistert: "Der Song 'Human' klingt, als ob wir ihn selber geschrieben haben, und nicht jemand von außerhalb der Band!"

Produzent und Songwriter Terry Lewis sagt später über "Human", dass ihm die Idee zum Text kam, als er über Liebesbeziehungen nachdachte. Er fand, dass Männer ganz offen fremdgehen, während Frauen eine Affäre eher geheimhalten. Also fand er es cool, einen Streit zu inszenieren, in dem die Frau sagt: "Okay, du warst also menschlich. Ach übrigens, während du weg warst, war ich auch menschlich." Ein Song über eine der beliebtesten Ausreden fürs Fremdgehen – das ist ja nur menschlich.

Sendung: hr1, hr1-80er-Tag, 17. Februar 2017, 10 Uhr

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