Jennifer Warnes 2013 bei einem Auftritt mit Joe Cocker
Jennifer Warnes Duett "Up Where We Belong" mit Joe Cocker gehört zu ihren größten Hits. Bild © Imago Images

Bekannt wurde Jennifer Warnes vor allem mit Filmmusik: "Up Where We Belong", das Duett mit Joe Cocker, und "The Time of My Life", das Lied aus dem Klassiker "Dirty Dancing". Mitte der 80er nahm sie ein ganzes Album mit Stücken des Singer-Songwriters Leonard Cohen auf. "Famous Blue Raincoat" fand großen Anklang.

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Information

Album: "Famous Blue Raincoat" 
Künstler: Jennifer Warnes 
Veröffentlichung: Januar 1987 
Besondere Songs: Bird On A Wire, First We Take Manhattan, Joan Of Arc, Song Of Bernadette 

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Sie hat eine dieser Stimmen, die einen schon seit Jahrzehnten begleiten. Ihre Karriere beginnt in Los Angeles. Jennifer Warnes tingelt mit einer Kollegin durch Folkclubs, sie singen als Vorgruppe von Jose Feliciano und Jackson Browne. 1967 tritt Jennifer Warnes als Pop-Sängerin in einer TV-Serie auf und ist ein Jahr später bei der Originalproduktion des Musicals "Hair" dabei.

Obwohl Jennifer Warnes auch als Solosängerin einige Hits hat, wird sie vor allem durch Filmmusiken bekannt. 1980 erhält sie sogar einen Oscar für den besten Originalsong, "It Goes Like It Goes". 

Das Plattencover von Jennifer Warnes' "Famous Blue Raincoat"
Das Plattencover von Jennifer Warnes' "Famous Blue Raincoat" Bild © Plattenfirma

1983 dann ihr Durchbruch mit "Up Where We Belong", das unvergessene Duett mit Joe Cocker für den Film "Ein Offizier und Gentleman", ein riesiger Erfolg in den Pop-Charts. Und nicht zu vergessen der Dirty-Dancing-Titel "The Time Of My Life", ein Superhit, den Jennifer Warnes 1987 zusammen mit Bill Medley von den Righteous Brothers gesungen hat. 

Leonard Cohen hat diesen Song geschrieben, aber Jennifer Warnes hat ihn zuerst gesungen. Sie hatte mit Leonard Cohen bereits in den 70ern getourt und sich trotz ihrer eigenen Erfolge 1987 entschlossen, ein Album mit Cohen-Songs herauszubringen, das hochgelobte "Famous Blue Raincoat". Und der Meister himself steuerte neue Songs für das Album bei, so auch "First we take Manhattan".

Das Publikum war zunächst verwirrt. Gerade noch hatte die Lady "Time of my life" gesungen, da wollte sie plötzlich Manhattan und Berlin einnehmen, das Ganze zu beißenden Gitarrenklängen von Stevie Ray Vaughan. Jennifer Warnes brachte das Anerkennung. Gleichzeitig bereitete sie den Weg für Leonard Cohen, der ein Jahr später damit sein Comeback feiern sollte.

Ach ja, und vor einigen Jahren war der Song mit dem unvermeidlichen Cover-König Joe Cocker mal wieder in den Charts. "First We Take Manhattan" ist diese unheimliche Geschichte von einem gesichtslosen Erzähler und seinen Leuten, die erst Manhattan und dann Berlin einnehmen wollen.

"I’m guided by a signal in the heavens" – "Ich werde von einem himmlischen Signal geleitet, und von der Schönheit unserer Waffen" heißt es da. Und "Du hast mich als Verlierer geliebt, und nun hast du Angst, dass ich gewinnen könnte. Du weißt, wie du mich stoppen kannst, aber du hast nicht die nötige Disziplin. Wie viele Nächte habe ich dafür gebetet, dass meine Arbeit beginnt. Erst nehmen wir Manhattan, dann nehmen wir Berlin". Wohliges Gruseln mit Jennifer Warnes und "First We Take Manhattan". 

Wer Jennifer Warnes als Country-Pop-Lady kennt, oder ihren Superhit mit Joe Cocker "Up Where We Belong", im Ohr hat, der erlebt eine Überraschung, bei Songs wie "First We Take Manhattan". Warnes gewagte und moderne Interpretationen der Cohen-Songs bringen ihr endlich auch mal Kritikerlob, und Leonard Cohen in der Folge so etwas wie ein Comeback.

"Wie ein Vogel auf dem Draht habe ich in meinem Leben versucht, frei zu sein." heißt es in "Bird On A Wire" und "Wenn ich gemein war, kannst du hoffentlich darüber hinweggehen, und ich hoffe, ich war dir niemals untreu." Jennifer Warnes mit dem Leonard Cohen-Song "Bird On A Wire".

Sendung: hr1, hr1-80er-Tag, 17. Februar 2017, 10 Uhr

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