Joe Cocker 1986 bei einem Konzert

Es ist schon sein zwölftes Album, aber trotzdem ein ganz Besonderes: Auf "One Night Of Sin" zeigt sich der Mann mit der unverwechselbar rauen Stimme in Höchstform. Mit seinen rockigen Songs überzeugt Joe Cocker genauso wie mit Balladen oder Soul-Nummern.

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Information

Album: "One Night Of Sin" 
Künstler: Joe Cocker 
Veröffentlichung: Juni 1989 
Besondere Songs: When The Night Comes, Fever, I'm Your Man, I've Got To Use My Imagination 
Chart-Erfolge: Deutschland #2 

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Er hatte eine der außergewöhnlichsten Stimmen im Popzirkus. Auf der Rolling Stone-Liste der 100 besten Sänger hält er Platz 97. 

Joe Cocker hat seinen Durchbruch 1969 in Woodstock. Seine Performance von "With A Little Help From My Friends" ist für immer in die Annalen der Popgeschichte eingegraben, unvergessen das Bild, wie der 25-jährige Brite im nassen Batikshirt auf der Bühne steht, wild mit den Armen rudert und sich die Seele aus dem Leib singt. Über Nacht wird er zum Star, und genießt in der Folge sein Rock’n Roll–Leben in vollen Zügen – in zu vollen Zügen, wie sich in den 70ern zeigt. Joe Cocker stürzt ab – Drogenskandale, Gefängnis, Körperverletzung, keine schönen Schlagzeilen. 

Das Plattencover von Joe Cockers "One Night Of Sin"

Aber Joe Cocker erholt sich und hat 1982 den größten Erfolg: das Duett mit Jennifer Warnes "Up Where We Belong", eine Nummer 1 in den USA und einen Oscar für den besten Filmsong gibt es noch oben drauf. Dann 1986 "You Can Leave Your Hat On" und "Unchain My Heart". 

Joe Cocker meldet sich in den 80ern zurück und hat in der Zeit seine größten Hits. Ende der 80er kommt er dann mit seinem zwölftem Studioalbum raus, einem seiner schönsten 80er-Alben: "One Night Of Sin", darauf Hit: "When The Night Comes". Bryan Adams hat den Song mitgeschrieben. Er ist auch auf dem Album zu hören, an der Gitarre. 

Joe Cocker ist auf "One Night Of Sin" in Höchstform. Er gibt Klassikern wie "Fever" oder "I’ve Got To Use My Imagination" einen eigenen Dreh, den typischen rauen Cocker-Touch, und zeigt sich jedem Song mehr als gewachsen. Es ist kein glattpoliertes Pop-Material. Das Album ist abwechslungsreich, mit rockigen Nummern, mit Balladen, mit Soul, R&B und Boogie, erdig und ehrlich. 

Warum Joe Cocker auf "One Night Of Sin" so gut drauf ist? Vielleicht liegt es ja auch daran, dass er kurz zuvor, 1987, endlich die Liebe seines Lebens, seine langjährige Lebensgefährtin Pam Baker, geheiratet hat. 

"One Night Of Sin" ist das Album, mit dem sich Joe Cocker von den 80ern verabschiedet, die es gut mit ihm gemeint haben. Der Erfolg bleibt ihm bei den deutschen Fans erhalten, die ihm die Treue halten, auch über seinen Tod Ende 2014 hinaus.

Sendung: hr1, hr1-80er-Tag, 17. Februar 2017, 10 Uhr

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