Kate Bush bei einem Auftritt auf der IFA Berlin 1985
Kate Bush bei einem Auftritt auf der IFA Berlin 1985 Bild © Imago Images

Kate Bush eroberte mit "Hounds Of Love" nicht nur die Charts - das Album ist ein monumentales Artrock-Kunstwerk, das bis heute bei den meisten Kritikern zu einem der besten Alben aller Zeiten zählt.

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Album: "Hounds Of Love" 
Künstlerin: Kate Bush 
Veröffentlichung:September 1985 
Besondere Songs: Jounds Of Love, Running Up That Hill, Cloudbusting 
Chart-Erfolge: UK, Niederlande #1, Deutschland #2, Australien #6 

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Sie war die erste Frau, die es mit ihrer eigenen Komposition an die Spitze der britischen Charts schaffte. Viele ahmten den Artrock der Kate Bush nach - das Original des Albums "Hounds Of Love" ist unerreichbar. 

Mit 13 Jahren schreibt sie ihren ersten Song, mit 15 ihren ersten Welthit, "Wuthering Heights". Mitte der 70er Jahre wird Pink-Floyd-Gitarrist David Gilmour auf das Mädchen aus dem Londoner Stadtteil Bexleyheath aufmerksam und bringt es zu einer der größten Plattenfirmen der Welt. Mit den Worten "Ich habe dieses Lied geschrieben. Was haltet ihr davon?" spielt Kate Bush der EMI ihren Song "Wuthering Heights" vor. Im März 1978 steht der Titel auf Platz eins der UK-Charts. Zum ersten Mal erreicht die Eigenkomposition einer Sängerin die Spitze der britischen Hitparade, und Kate Bush schreibt Geschichte. Der Auftakt zu einer beispiellosen Karriere. 

Das Plattencover von Kate Bushs "Hounds Of Love"
Das Plattencover von Kate Bushs "Hounds Of Love" Bild © Plattenfirma

Viele Hits und ein Kunstwerk 

Nach vier Alben legt Bush 1985 ihr Meisterwerk vor. "Hounds Of Love" gibt dem Begriff Popart eine neue Bedeutung. Auf der ersten LP-Seite sammeln sich die Hits, die zweite Seite offenbart ein eigenständiges Kunstwerk. Es erzählt die Geschichte einer schiffbrüchigen Frau, die eine Nacht im Wasser treibt und von wilden Visionen und sehnsuchtsvollen Träumen heimgesucht wird. "Hounds Of Love" geht weit über das hinaus, was man in den 80ern unter Popmusik versteht. 

Der Song "Under The Ice" ist schlichte Kammermusik, "Jig Of Life" traditionelles irisches Gefiedle und "Waking The Witch" verstört mit roboterhaftem Industrialsound. Was für ein Glück, dass die Platte mit dem fröhlichen "The Morning Fog" schließt. Denn der Song davor, der gregorianische Choral von "Hello Earth" reißt nach seinen sechs Minuten einen Abgrund auf. Nach den auf Deutsch gesprochenen Zeilen "Tiefer, tiefer, irgendwo in der Tiefe gibt es ein Licht" flüstert eine Stimme wie aus dem Grab "Go to sleep, little earth" - das ist der Stoff, aus dem Albträume sind. 

Art-Rock verdrängt Madonna 

Als "Hounds Of Love" in die britischen Charts einsteigt, verdrängt es Madonnas "Like A Virgin" vom ersten Platz. Ein für damalige Verhältnisse gewaltiger Teilsieg des Artrock gegen den Bubblegum-Pop. Heute gibt es praktisch keine seriösen Kritikerlisten mit den besten Alben aller Zeiten mehr, in denen "Hounds Of Love" nicht vorkommt.

Sendung: hr1, hr1-80er-Tag, 17. Februar 2017, 10 Uhr

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