Szene aus "Purple Rain", in der Prince vor einem Garderobenspiegel steht
Mit einem Film zu Weltruhm: Szene aus "Purple Rain" (1984). Bild © Imago

Mit seinem sechsten Studio-Album gelang Prince der internationale Durchbruch. "Purple Rain" war gleichzeitig auch der Soundtrack zum gleichnamigen Film des exzentrischen Stars.

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Information

Album: "Purple Rain" 
Künstler: Prince 
Veröffentlichung: Juni 1984 
Besondere Songs: Purple Rain, When Doves Cry, Let's Go Crazy 
Chart-Erfolge: USA #1, Deutschland #5, UK #7  

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Dünner Schnurrbart, Rüschenhemd, gerade mal 1,58 m klein und trotzdem einer der größten Popstars – das ist Prince. 1984 hat er mit "Purple Rain" den internationalen Durchbruch geschafft und eine seiner besten Platten herausgebracht. Prince Rogers Nelson ist der geborene Star. Seine Eltern sind beide Musiker, schon als Kind bringt er sich das Klavierspielen bei; später dann noch Gitarre, Bass und Schlagzeug. Zu Beginn seiner Karriere Ende der 70er möchte sein Management aus ihm einen zweiten Stevie Wonder machen. Darauf hat Prince aber so gar keine Lust und inszeniert sich lieber als Exzentriker mit Rüschenhemd und Lidstrich. 

Das Plattencover vom Prince-Album "Purple Rain"
Das Plattencover vom Prince-Album "Purple Rain" Bild © Plattenfirma

Getreu dem Motto "Klotzen, nicht kleckern" verlangt Prince von seinem Management, ihm einen Spielfilm auf den Leib zu schneidern. Das Ergebnis: Ein trashiger Streifen über zwei konkurrierende Bands, die groß rauskommen wollen. Dazwischen noch eine banale Liebesgeschichte - fertig ist der Film "Purple Rain." An den Kinokassen ist er trotzdem ein Hit. Das Album zum Film wird der ganz große Wurf: zwei Grammys und sagenhafte 24 Wochen an der Spitzenposition der US Hitparade. 

Prince legt darin die gesamte Bandbreite seiner Gefühle offen. Er ist verletzt, voller Begierde und dann so schwer verliebt, dass es weh tut. Er flüstert, er stöhnt, er kreischt. Im größen Hit der Platte, "Purple Rain", setzt Prince mit einem epischen Gitarrensolo diesem bunten Konfettiregen die Krone auf. 

Am 4. August 1984 klettert Prince mit seinem Album "Purple Rain" auf Platz 1 der US-Charts. Schon ein Jahr zuvor hätte Prince eigentlich völlig zufrieden sein können. Mit "1999" hat er eine bei Kritikern wie Fans beliebte Platte gemacht. Das Album wird eine der bestverkauften Scheiben des Jahres. Und auch die dazugehörige Tour ist ein Erfolg. Doch in jeder Stadt, in der Prince auftritt, hat gerade kurz davor schon ein anderer großer Star gastiert, meistens Bob Seeger. Und irgendwie wird Prince das Gefühl nicht los, Seeger kommt mit seinen nachdenklichen und ruhigen Songs besser an als er. 

So hört er auf den Rat seines Keyboarders, es endlich auch mal mit einer emotionalen Ballade zu versuchen. Und die Rechnung geht auf: Schon "When Doves Cry", die Vorabsingle zum Album "Purple Rain" kommt gut an, erst recht der ebenfalls langsame Titelsong.

Sendung: hr1, hr1-80er-Tag, 17. Februar 2017, 10 Uhr

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