Tears for Fears 1985 bei einem Konzert
Curt Smith (links) und Roland Orzabal bei einem Konzert 1985 in Berlin Bild © Imago Images

Tears for Fears, gegründet von Mastermind Roland Orzabal und Frontmann Curt Smith, surfen in den 80ern mit dem Album "Songs From The Big Chair" auf der Welle des Synthie-Pop.

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Information

Album: "Songs From The Big Chair" 
Band: Tears For Fears 
Veröffentlichung: Februar 1985 
Besondere Songs: Shout, Everybody Wants To Rule The World 
Chart-Erfolge: USA #1, UK #2 

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1981 gründen die Schulfreunde Roland Orzabal de las Quintana und Curt Smith im englischen Bath die Band Tears for Fears, benannt nach einer Kapitelüberschrift aus einem Buch des in den 70ern populären Urschrei-Therapie-Papstes Arthur Janov. 

1982 rollt in Großbritannien die New Wave gerade aus dem Untergrund in die Charts, dank der ersten erschwinglichen Synthesizer entsteht ein neuer Popsound - der Synthiepop bzw. "New Romantic" der frühen 80er Jahre. 

Kommunikation nur noch per Anwalt

Der im Hintergrund stehende Orzabal ist bei Tears for Fears der Songwriter und musikalisch der eigentliche Kopf der Band, während Smith "nur" die Rolle des gutaussehenden Frontmannes zukommt, der nicht viel zu sagen hat. Die Unstimmigkeiten zwischen den beiden werden aufgrund dieses Missverhältnisses 1992 schließlich zu groß. Die Trennung wird der Öffentlichkeit als freundschaftlich verkauft, Interviews zeichnen jedoch ein ganz anderes Bild: Die beiden kommunizieren lange Zeit nur noch per Anwalt. 

Das Plattencover vom Tears for Fears-Album "Songs From The Big Chair"
Das Plattencover vom Tears for Fears-Album "Songs From The Big Chair" Bild © Plattenfirma

Der Grübler und der kühle Frontmann 

Roland Orzabal, der Mann mit dem sinnlichen Mund, den wilden schwarzen Locken und den glühenden Augen, will von Anfang an den perfekten Popsong schreiben, der mehr ist als ein Hit. Er gilt als der Grübler, der sich aber schnell zum kreativen Kopf der Band mausert.

Der schlanke und kühl wirkende Curt Smith ist zunächst mit dem reinen Popstardasein zufrieden, sieht aber spätestens bei den Arbeiten zu "The Seeds of Love", dem Tears for Fears-Album Nummer 3, dass er den Kontakt zu Orzabal verloren hat, weil der die ersten Monate bei der Aufnahme alleine mit befreundeten Musikern arbeitet und seinen Bandkollegen erst gar nicht ins Studio einlädt. 

Im Jahr 2005 erscheint nach der Wiedervereinigung der beiden ein neues Album: "Everybody Loves a Happy Ending". Seitdem sind Tears for Fears immer mal wieder aktiv, sei es mit neuen Alben oder Tourneen.

Sendung: hr1, hr1-80er-Tag, 17. Februar 2017, 10 Uhr

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