Jugendlicher mit Fahrradhelm

Für viele Jugendliche muss ein Fahrradhelm cool aussehen. Deshalb sind bei ihnen sogenannte BMX-, Skate- oder Inline-Helme gefragt. Der ADAC hat zehn dieser Helme auf Sicherheit, Handhabung und Komfort, Hitzebeständigkeit sowie Schadstoffgehalt getestet. Das Ergebnis überrascht.

Typisch für so genannte BMX-, Skate- oder Inline-Helme ist ihre geschlossene, abgerundete Form mit wenigen Belüftungsöffnungen. Sie sehen nicht aus wie ein typischer Fahrradhelm und gleichen optisch eher einem Motorrad- oder Skihelm. Der ADAC hat sich in seinem aktuellen Fahrradhelmtest für Jugendliche und Junggebliebene gefragt, ob bei diesen Helmen das Design vor die Funktion gestellt wurde.

Kein Helm fällt durch - Uvex wird Testsieger

Die gute Nachricht zuerst: Keiner der zehn getesteten Helme fiel durch. Selbst bei einem harten Schlag gegen den Helm erzielte das schlechteste Modell im Test noch eine befriedigende Schutzwirkung. Zudem wurden bei keinem der getesteten Helme Schadstoffe festgestellt.

Testsieger: Uvex hlmt 4 cc

Testsieger wurde der knapp 60 Euro teure Uvex hlmt 4cc: Ein leichter, gut einstellbarer, bequemer, gut belüfteter Helm ohne erkennbare Schwächen. Leichte Schwächen zeigten hingegen der Alpina Airtime und das Modell Nr. FZ-025 von Fischer. Beim Helm von Alpina riss bei Belastung eine Niete aus, die das Gurtband fixiert. Beim Modell von Fischer löste sich bei höheren Temperaturen die aufgeklebte Schutzfolie - eine Verwendung ist in diesem Zustand nicht mehr empfehlenswert. Für eine Überraschung sorgte das Modell Nr. 0424 von Prophete. Der Helm gehört mit etwas über 20 Euro zu den günstigeren im Test, erzielte aber bei den Stoßdämpfungseigenschaften das beste Ergebnis und schafft es so auf Platz zwei der Gesamttabelle.

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Alle Ergebnisse des ADAC-Fahrradhelmtests 2020 in der Übersicht

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Kopfverletzungen: häufigste lebensbedrohliche Verletzungsart

Der Test zeigt, was außer einem guten Design noch in der neuen Generation der Helme steckt. Die weitaus häufigste lebensbedrohliche Verletzungsart bei Fahrradunfällen sind übrigens Kopfverletzungen. Die Sicherheit, also das Dämpfungsverhalten beim Sturz, ist das wichtigste Qualitätskriterium eines Fahrradhelmes. 

Allgemeinen Verbesserungsbedarf gibt es bei vielen Helmen in Sachen Sichtbarkeit. Eine Reflexionsfolie würde für zusätzliche Sicherheit bei Dunkelheit sorgen. Auswertungen der ADAC Unfallforschung belegen, dass ein Helm bei einem Sturz vor Kopfverletzungen schützen kann.

Fahrradhelm richtig tragen: so geht's

So tragen Sie Ihren Fahrradhelm richtig

Selbst der schlechteste Helm kann im Ernstfall Leben retten, wenn er richtig getragen wird. Häufigste Fehler sind ein zu loses Gurtband oder dass der Helm hinten nicht richtig verschlossen wird. Der ADAC empfiehlt, Helme im Fachgeschäft zu kaufen und sich dort den richtigen Gebrauch zeigen lassen.

Darauf sollten Sie achten, damit der Helm Sie richtig schützt:

  • Helm muss gerade (waagerecht) auf dem Kopf sitzen
  • Gurte müssen sich direkt unter dem Ohr treffen
  • Verschluss darf nicht drücken
  • Zwischen Riemen und Kinn sollte nur ein fingerbreit Platz sein
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