Alexander Gerst
Alexander Gerst war bereits zweimal auf der ISS. Bild © picture-alliance/dpa

Alexander Gerst ist nach seinem zweiten Flug mit der ISS zur Erde zurückgekehrt. 197 Tage war er im All. Alles Wissenswerte über den Astronauten und die Fotos, die er während seiner Mission geschossen hat, finden Sie hier.

Bildergalerie

Bildergalerie

zur hr4.de Bildergalerie Fotos von Alexander Gerst aus der ISS

Ende der Bildergalerie

Nach mehr als sechs Monaten in der Internationalen Raumstation ISS ist der deutsche Astronaut Alexander Gerst auf die Erde zurückgekehrt. Eine Sojus-Kapsel mit Gerst und zwei weiteren Astronauten landete in der kasachischen Wüste. Mit an Bord waren die NASA-Astronautin Serena Aunón-Chancellor und der russische Kosmonaut Sergej Prokopjew. 

Gerst soll noch heute nach Deutschland weiterreisen. Eine Maschine mit dem 42-Jährigen wird am Abend auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn erwartet.

Alexander Gerst und die ISS von A bis Z:

  • A - ASTRO_ALEX ist Gersts zum Spitznamen gewordenes Twitter-Kürzel.
  • B - "BLUE DOT" (Blauer Punkt) hieß die erste Mission des deutschen Astronauten. 166 Tage war er 2014 als Bordingenieur im All.
  • C - CIMON ist so groß wie ein Medizinball und hat ein freundliches Gesicht. Der fliegende Roboter ist Gesprächspartner und dokumentiert Experimente, auch Gersts Lieblingsmusik hat er parat.
  • D - DOSEN mit Käse-Spätzle, Maultaschen oder Zwetschgen-Dessert wurden extra nach Gersts Geschmack kreiert und für ihn zur ISS gebracht.
  • E - EXPERIMENTE: Gerst testete Sand und Granulate unter Schwerelosigkeit. Das Echtzeitmikroskop "Flumias" verfolgte die Entwicklung menschlicher Zellen.
  • F - FOSSIL an Bord: Eine Versteinerung aus Gersts Geburtsstadt Künzelsau war mit auf der Raumstation. Auch wenn der Ammonit Millionen Jahre mehr auf dem Buckel hat: Technisch betrachtet ist die ISS mit rund 20 Jahren auch nicht mehr die jüngste.
  • G - GEOPHYSIK hat Alexander Gerst in Karlsruhe studiert und an der Universität Hamburg geforscht. An Vulkanen in der Antarktis, Vanuatu und Äthiopien war er unterwegs.
  • H - "HORIZONS" (Horizonte) ist der Name seiner zweiten Mission. In der zweiten Hälfte des 197-tägigen Aufenthalts war Gerst Kommandant der ISS-Crew - als erster Deutscher überhaupt.
  • I - INTERNATIONALE RAUMSTATION zum Zweiten - das fühlt sich für Gerst an, "als würde man zu einem Haus reisen, in dem man einmal viel Zeit verbracht" habe. "Ich weiß genau, in welcher Ecke welches Gerät steht und kann das Geräusch der Luken hören, wenn ich sie in Gedanken öffne."
  • J - JUBELN wollte Alexander Gerst eigentlich während der Fußball-WM mit der Deutschen Nationalmannschaft. Leider schied das Team nach der Vorrunde aus. Es ist die zweite WM, bei der Gerst vom All aus mitfieberte.
  • K - KOLLEGEN - der Russe Sergej Prokopjew und die US-Astronautin Serena Auñón-Chancellor fliegen mit Gerst zur ISS. Für beide ist es der erste Flug.
  • L - LEISE ist es an Bord der Raumstation nicht. "Das Lüftungssystem ist sehr laut", sagt Gerst. Luftaustausch finde nur statt, wenn man ihn durch Ventilatoren künstlich herstelle.
  • M - MOND und MARS bezeichnet Gerst gern als achten und neunten Kontinent, zu denen es hinzusegeln gelte. "Wir müssen erforschen, was es um uns herum gibt." Auch bei ersten Exkursionen zur Arktis sei die Skepsis groß gewesen, heute seien Reisen dorthin selbstverständlich.
  • N - NEUGIER war Alexander Gerst quasi in die Wiege gelegt. "Als kleiner Junge schon habe ich mich für alles interessiert, was mit der Entdeckung der Welt zu tun hatte: für Vulkane, Stürme, Erdgeschichte, ferne Kulturen und Länder - und für das All", erklärt er in einem Buch "166 Tage im All".
  • O - OMNIPRÄSENT ist Astro-Alex nicht nur in Kindersendungen und -zeitschriften. Seine Nachrichten und Fotos aus dem All sind ein Hit in sozialen Netzwerken. "Gerade eben 16 300 km auf dem Laufband gelaufen (35 Min mit 28 000 km/h)", schrieb er 2014 auf Twitter.
  • P - PLANET Erde - für Astro-Alex etwas sehr besonderes. Unglaublich wichtig sei es, sorgsam mit dieser kleinen blauen Kugel im schwarzen Nichts des Alls umzugehen. "Es gibt keinen Planeten B."
  • Q - QUARANTÄNE ist gut zwei Wochen vor dem Start Pflicht. Die Mannschaft wird auf dem russischen Weltraumbahnhof Baikonur hermetisch von der Außenwelt abgeschirmt, um sich nicht mit Erregern zu infizieren und diese mit auf die ISS zu bringen. Die letzte Pressekonferenz halten die Raumfahrer deshalb hinter einer Scheibe.
  • R - RISIKEN gibt es bei jeder Mission, das ist Gerst bewusst. Die Vorteile für die Gesellschaft seien das aber wert. Auch seine Familie sei entspannt: "Die sind das seit Jahren gewohnt, dass ich in irgendwelche Ecken der Welt verschwinde und sind schon froh, dass ich nicht mehr auf irgendwelchen aktiven Vulkanen rumspaziere."
  • S - SONNTAGS frei haben, das dürfen auch Astronauten - abgesehen vom täglichen Sportprogramm. Auch Nachtschichten gibt es auf der ISS nicht. Am Samstag ist Putztag.
  • T - TRAINIEREN musste Astro-Alex für seine zweite Mission erneut gut zwei Jahre lang. "Ich bin nur einmal gestorben im Simulator", sagt er. Und daran sei nicht er, sondern ein Fehler im Simulatorprogramm schuld gewesen.
  • U - UNGEWISS ist, ob es nach Gerst noch einmal einen deutschen Astronauten auf der ISS geben wird. Über die Zukunft der Raumstation wird seit Jahren debattiert, vor allem die USA zeigen derzeit wenig Interesse an einer Fortsetzung des Programms.
  • V - VERTIKALES Schweben - daran erkennt man alte Hasen auf der ISS. "Alte Hasen schweben vertikal, Neulinge horizontal", sagt Gerst.
  • W - WOHNSITZE hat Astro-Alex gleich drei, weil er im Europäischen Astronauten-Zentrum EAC in Köln, im Sternenstädtchen bei Moskau und im Lyndon B. Johnson Space Center der Nasa in den USA trainiert. Hosen kaufe er immer gleich im Dreierpack, sagt er.
  • X - X Auszeichnungen hat Gerst nach seiner ersten Mission erhalten, 2015 etwa das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Sogar ein Asteroid - "Alexandergerst" - wurde nach ihm benannt.
  • Y - Y-CHROMOSOM - das zu haben, ist wohl von Vorteil, wenn man ins All möchte: Unter den elf deutschen Astronauten auf der ISS war bisher keine Frau.
  • Z - ZEITKAPSEL ist der Name einer Aluminiumkugel des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Wünschen und Zukunftsvorstellungen von Schülern sowie Fotos von Alltagsszenen. Nach Gersts Rückkehr soll sie 50 Jahre lang verwahrt und dann wieder geöffnet werden.
Bildergalerie

Bildergalerie

zur Bildergalerie Von Jähn bis Gerst - Deutsche im Weltall

Ende der Bildergalerie

Sendung: hr1, hr1 Koschwitz am Morgen, 20.Juni, 5 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit