Stechmücke
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Und jährlich grüßt das Mückentier: Die kleinen Blutsauger verderben uns immer wieder schöne Sommerabende mit ihrem Gebrumme und Gepiekse. Aber was passiert eigentlich genau bei einem Mückenstich und womit behilft man sich dann?

Das Klima war gut in diesem Frühjahr. Nicht nur für erste Trips an den Badesee oder ausschweifende Grillgelage im Garten, sondern auch für die Vermehrung der Stechmücken - und die verderben einem dann gerne mal beide Tätigkeiten. Mit ein paar einfachen Hausmitteln ist aber jeder gegen die Plage gewappnet und kann sich wieder auf den Sommer freuen.

Welche Hausmittel können helfen?

  • Hitze lässt den Stich buchstäblich schmelzen. Drückt man einen auf etwa 50 Grad erhitzen Löffel oder eine Münze gegen die Rötung, lindert das den Juckreiz, da der Speichel der Mücke durch eine thermische Reaktion zerfällt. Elektrische "Hitzestifte" sollen das vereinfachen.
  • Genauso hilfreich ist natürlich auch Kälte: Direkt nach dem Stich schwächt sie das Jucken und wirkt gegen die Schwellung. Die Mittel der Wahl sind hier Kühlakkus oder Eis, die aber nicht zu lange und am besten in ein Tuch gewickelt angewendet werden sollten.
  • Ein echter Alleskönner ist die Aloe Vera. Ihr Saft beruhigt die Haut und hilft so auch bei allerlei Stichen.
  • Eine frisch aufgeschnittene Zwiebel auf der "Beule" kann auch helfen: Der in ihr enthaltene Schwefel wirkt desinfizierend und hilft damit auch bei Stichen anderer Art.
  • Antibakteriell wirkt auch ein Mittelchen, das wir alle stets dabei haben: Reibt man ein bisschen Spucke auf den Stich, nimmt das sogar ein wenig den Schmerz weg.
  • Außerdem hilft eine Anzahl verschiedener Umschläge: Probieren Sie es mal mit Meerrettich, Quark, Spitzwegerich, Weißkohlblättern, Zitrone oder hochprozentigem Alkohol. Bei letzterem sollte man hinterher aber mit Öl oder einem Pflegeprodukt die Haut vor dem Austrocknen schützen.
Mittel gegen Mückenstiche
Hilfe aus der Natur: Zwiebeln, Zitronen, Aloe Vera und Meerrettich eignen sich bei der Behandlung von Mückenstichen. Bild © Fotos: Colourbox/Montage: hr1
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Was passiert beim Mückenstich?

Weibliche Mücken benötigen die in Blut enthaltenen Proteine zur Bildung von Eiern. Mit den am Saugrüssel befindlichen Stechborsten sägt sich das Insekt durch die Haut ihres Opfers bis zu einem Blutgefäß. Durch einen der beiden Gänge im Innern des Rüssels saugt die Mücke jetzt das Blut an, durch den anderen gibt sie Speichel ab, der die Blutgerinnung verhindert.
Nach einigen Sekunden oder Minuten ist das Tier versorgt und beendet den Saugvorgang. An der Einstichstelle entsteht dann meist ein Quaddel oder eine Rötung in Verbindung mit leichtem Juckreiz, der von den im Speichel der Mücke enthaltenen Proteinen herrührt.

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Neue Gefahren

Durch die Globalisierung gelangen Eier von bei uns nicht heimischen Mückenarten auch nach Europa und Deutschland. Aus den Tropen hat es zum Beispiel schon die Asiatische Tigermücke hierher geschafft. Wie einige andere Arten auch, kann sie gefährliche Krankheiten übertragen. 2007 etwa erkrankten in Italien plötzlich rund 200 Menschen am Chikungunya-Virus, einer der Patienten starb. Verantwortlich dafür waren Stiche der Tigermücke. Auch die Herzwurmerkrankung aus dem Mittelmeerraum kann sie übertragen.

Ein Insekt, vor dem man keine Angst haben muss, ist die Schnake. Im Gegensatz zur Mücke sticht sie nicht, obwohl beide Begriffe häufig synonym verwendet werden.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 28.6.2018, 11 Uhr

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