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Nach der erneuten Sicherheitslücke bei WhatsApp gerät der Marktführer unter den Messengern immer mehr ins Abseits. Die Alternativen heißen unter anderem Threema, Telegram oder Signal. Sie bieten eine höhere Datensicherheit und mehr Datenschutz.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Sicherheitslücke bei WhatsApp: So installieren Sie das Update

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Der Chatdienst WhatsApp hat erst kürzlich eine Sicherheitslücke geschlossen, durch die Überwachungssoftware auf Smartphones installiert werden konnte. Die Geräte konnten mit einem präparierten WhatsApp-Anruf infiziert werden, weil die Schwachstelle in der Umsetzung der Internet-Telefonie lag.

Steckt eine israelische Firma hinter den Anrufen?

Hinter der Angriffs-Technologie werde die israelische Firma NSO vermutet, die Spionage-Werkzeuge an Regierungen verkauft. So berichteten unter anderem die "Financial Times" und der Blog "TechCrunch". WhatsApp geht davon aus, dass das Ziel der Angriffe lediglich einige ausgewählte Nutzer geworden sein dürften. Der Angriff sei durch Gegenmaßnahmen aber gescheitert, hieß es. Dennoch wird allen WhatsApp-Nutzern empfohlen, ein Update einzuspielen. Das gilt für Geräte mit iOS und Android gleichermaßen.

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Es gibt Alternativen zu WhatsApp

Sie sind genervt von den Sicherheitslücken bei WhatsApp? Wir haben drei Alternativen zum Handy-Messenger für Sie zusammengestellt:

  • Threema - Threema bietet für die User eine hohe Sicherheit, wenn dafür auch ein wenig Aufwand nötig ist: Vor dem Chat mit Freunden wird ein Entschlüsselungscode ausgetauscht. Kontakte werden in drei Sicherheitsstufen unterteilt, wobei die höchste Stufe nur erreicht wird, wenn beide Gesprächspartner ihre Identität über einen QR-Code bestätigt haben. Sobald man dann per Threema eine Nachricht verschickt, wird sie verschlüsselt. Erst wenn sie beim richtigen Empfänger ankommt, wird die Nachricht wieder entschlüsselt. Auch das verschlüsselte Telefonnieren ist mit dieser App möglich. Als Besonderheit bietet Threema auch eine Umfragefunktion.
  • Signal - Ebenfalls sicherer als WhatsApp gilt die Messenger-App Signal. Von Whistleblower Edward Snowden empfohlen, gilt hier die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Nachrichten, Fotos und Videos. Nach eigenen Angaben werden bei Signal alle Kontaktdaten anonymisiert, auf den Servern abgeglichen und anschließend auch wieder gelöscht. Außerdem setzt man bei diesem Anbieter auf "verschwindende Nachrichten". Das bedeutet, dass sich nach Ablauf einer bestimmten Zeit die gesendeten Texte und Bilder automatisch löschen.
  • Telegram - Eine weitere Alternative zu WhatsApp ist Telegram. Standardmäßig verschickt die App alle Nachrichten nur mit einer Transportverschlüsselung und speichert sie verschlüsselt auf den Servern des Dienstes. Hier muss der User dem Zugriff auf das Adressbuch zustimmen, weil sich die App ohne diese Zustimmung nicht nutzen lässt. Die Kontakte werden auf den Telegram-Servern dauerhaft gespeichert. Allerdings gibt es Zweifel an der Sicherheit des Dienstes, da die Server über die ganze Welt verstreut sind und so das Verschlüsselungsprotokoll nicht einsehbar ist. Telegram selbst gibt an, keine Nutzerdaten weiterzugeben.
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Weitere Informationen:

Verbraucherzentrale: Der Datenschutz bei sicheren Messengern im Überblick [PDF - 70kb]

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Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 14.5.2019, 9-12 Uhr

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