Thomas Reiter und Thomas Koschwitz

Thomas Reiter war zweimal im All und ist der erste Deutsche, der einen Spaziergang im Weltraum unternahm. Beim "Kaffee mit Koschwitz" verrät er, wie er als Kind die Mondlandung miterlebt und später selbst als Astronaut den Weltraum wahrgenommen hat.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Man kriegt wieder Gänsehaut": Thomas Reiter erinnert sich, wie er als elfjähriger die Mondlandung erlebte

Thomas Reiter
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Wenn Thomas Reiter, so wie heute bei hr1-Kaffee mit Koschwitz, über seine zwei Flüge ins Weltall spricht, dann kommt es ihm vor, als wäre das erst gestern passiert, erzählt der Astronaut. Ins All zu fliegen sei sein Kindheitstraum gewesen, so der gebürtige Frankfurter.

Das Gefühl vor seinem ersten Start ins All im Jahr 1995 beschreibt er so: "Es ist eine Mischung aus dem Gefühl der Vorfreude, am Ziel seiner Träume zu sein und dem Bewusstsein, welche große Aufgabe da nun vor einem liegt", sagt Reiter.

Gänsehaut bei Neil Armstrongs Worten auf dem Mond

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Das sind Bilder und Eindrücke, die sich ins Gedächtnis eingebrannt haben": Thomas Reiter über seine zwei Aufenthalte im All

Thomas Reiter auf der ISS
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Seinen Traum, Astronaut zu werden, hatte er seit frühester Kindheit, verrät der 61-Jährige. Schon vor dem ersten Flug zum Mond interessierte er sich für die Raumfahrt und verfolgte alle Weltraum-Missionen. "Das Sahnehäubchen war aber die Mondlandung", so Reiter weiter.

"Mein Vater weckte mich nachts und wir gingen zu Nachbarn, um die Landung im Fernsehen anzuschauen", erinnert er sich. "Als Neil Armstrong dann sagte, 'Ein kleiner Schritt für mich, ein großer Sprung für die Menscheit', da hatten wir alle Gänsehaut."

Thomas Reiter, der Weltraum-Spaziergänger

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Thomas Reiter: "Die Zeit im Weltall verändert einen"

Thomas Reiter
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Durch seine Begeisterung für die Raumfahrt und das Segelfliegen - die Eltern von Thomas Reiter waren passionierte Segelflieger - entdeckte er schon als Teenager die Leidenschaft fürs Fliegen. Nach dem Abitur in Neu-Isenburg verpflichtete er sich für die Luftwaffe. Doch all das war ihm nicht genug: Thomas Reiter wollte noch weiter hinauf.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Das ist ein komischer Moment": Thomas Reiter über den Abschied von der Familie

Thomas Reiter
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Ende der 1980er Jahre stellte die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ihre zweite Astronautengruppe zusammen. Aus 22.000 Bewerbern meisterte Reiter die schwierige Eignungsprüfung und gehörte zu den sechs Auserwählten. Am 3. September 1995 saß er in der Rakete - das Ziel: die Raumstation "Mir". Dort unternahm er als erster Deutscher einen Spaziergang im Weltraum. Zudem nahm er Reparaturarbeiten vor.

Nachdem er zwischenzeitlich wieder bei der Luftwaffe tätig war, wurde er 2006 drittes Mitglied der Stammbesatzung der Internationalen Raumstation ISS. Insgesamt war Thomas Reiter über 350 Tage im Weltraum.

Sendung: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 17.07.2019, 5-9 Uhr

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