Badesalz

Kein anderes Comedy-Duo prägte in den 90er Jahren die hessische Sprache so wie Gerd Knebel und Henni Nachtsheim. Etliche Sprüche der Kult-Comedien sind bis heute im Sprachschatz der Hessen zu finden, auch Teile des umstrittenen "Anthony Sabini"-Sketches. Erinnern Sie sich noch?

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Genau so habe ich es im Stadion erlebt"

Henni Nachtsheim
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Als 1991 das zweite Album von Badesalz mit dem Titel "Nicht ohne meinen Pappa" herauskam, war die Freude bei den Fans riesig. Besonders der (rassistisch angehauchte) Sketch "Anthony Sabini" stach dabei heraus.

Sabini wird vom Hassobjekt zum Helden

In dem dreiminütigen Sketch geht es um eine Anlehnung auf die Verpflichtung des damaligen Eintracht-Kultstürmers Anthony Yeboah, der in 123 Spielen für die SGE stolze 68 Tore für Frankfurt schoss. Im Mittelpunkt stehen zwei unterbelichtete Neonazis (gespielt von Gerd Knebel und Henni Nachtsheim), die zunächst gegen Anthony Sabini und dessen dunkle Hautfarbe stänkern. 

Doch nach dem Hinweis eines anderen Zuschauers, der dem vorurteilbehafteten Duo klarmacht, dass ebendieser Sabini im kommenden Jahr zur Eintracht wechseln werde, wendet sich das Blatt. Schlagartig ist Sabini der Held der beiden Dummköpfe.

Hier können Sie den Sketch von 1991 nochmal nachhören:

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Der Sketch war natürlich als Parodie gedacht und stellte ein wichtiges politisches Statement von Badesalz dar - und das zu einer Zeit, als auch das Frankfurter Waldstadion nicht frei von rechtem Gedankengut unter einigen "Fangruppen" war.

Sendung: hr1, hr1 am Mittag, 6.8.2019, 12:00 Uhr

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