Bremse

Bremse, Kriebelmücke, Wadenstecher & Co - sie alle stechen und wollen unser Blut. Aber woran erkennt man, welches Insekt gestochen hat? Und welche Folgen kann so ein Insektenstich haben?

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Es gibt inzwischen einige neue Arten in Deutschland"

Stechmücke
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Immer häufiger landen Menschen mit Insektenstichen beim Arzt, weil die Einstichstelle angeschwollen, gerötet und heiß ist. Doch nicht etwa Wespe, Hornisse oder Biene haben zugestochen, sondern Mücken oder Fliegen. Was sind das für Biester, die uns da piesacken? Und wie sehen die Stiche aus?

Bremse

Bremse

Ihr Stich ist sehr schmerzhaft. Eine Bremse, Bräme oder "blinde Fliege" ist bis zur Dämmerung auf Tour. Diese Tiere werden von Schweißgeruch angelockt, können durch die Kleidung stechen und tun das sofort nach der Landung. Der Einstich blutet nach und läßt die Stichzone schnell anschwellen. Bis die Wunde verheilt ist, kann es bis zu zwei Wochen dauern.

Gemeine Stechmücke

Stechmücke

In Europa gibt es über hundert Arten Stechmücken (Culicidae). In unseren Breiten kommt die Gemeine Stechmücke am häufigsten vor. Die Weibchen stechen vor allem während der Dämmerung. Ihr Stich ist weitgehend schmerzfrei. Der dabei abgegebene Speichel löst Juckreiz und Quaddeln aus.

Kriebelmücke

Kriebelmücke

Kriebelmücken sind tagaktiv, lieben aber die frühen Morgen- und Abendstunden und sind hauptsächlich in der Nähe von Fließgewässern anzutreffen. Sie stechen nicht, sondern beißen. Der Biss ist an einem kleinen Blutpunkt zu erkennen. Um ihn herum tritt eine Rötung der Haut auf. Bei sensiblen Personen kann der Biss auch zu einer Schwellung, leichtem Fieber und im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung führen.

Gnitzen / Bartmücken

Gnitzen / Bartmücken

Gnitzen, auch Bartmücken genannt, sind gerne im Schwarm unterwegs und mit nur eineinhalb Millimetern Länge die kleinsten Vertreter der Stechmücken. Sie ähneln auf den ersten Blick einem Floh. Gnitzen stechen an heißen Tagen bis Sonnenuntergang. Der Stich ist sehr schmerzhaft, brennt und kann Juckreiz mit Blasen und Quaddelbildung auslösen. Diese gehen erst nach einigen Tagen zurück.

Wadenstecher

Wadenstecher

Der Wadenstecher, auch Stallfliege genannt, wird oft mit der Gemeinen Stubenfliege verwechselt. Das bis zu acht Millimeter große Insekt hat einen nach vorne gerichteten, zugespitzten Stechrüssel. Anders als bei Mücken saugen hier Männchen und Weibchen Blut. Wadenstecher sind besonders an warmen Tagen stechlustig. Eine Rötung an der Einstichstelle ist normal, bei einer Schwellung sollte man zur Sicherheit zum Arzt gehen.

Lymphangitis droht

Krankheitserreger können alle Insekten übertragen, die uns stechen und unser Blut saugen. Gefährlich wird es, wenn sich der Stich entzündet. Das kann zu einer Lymphangitis, einer Entzündung der Lymphbahnen sowie der Haut, führen. Und daraus kann bei Nichtbehandlung eine Blutvergiftung werden. Man sollte also im zweifelsfall immer zum Arzt gehen.

Sendung: hr1, hr1 Koschwitz am Morgen, 5-9 Uhr

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