Richtig grillen im Freien
Bild © picture-alliance/dpa

Grillen gehört zum Sommer wie Openair-Konzerte, Sonnenbaden und Eisschlecken. Doch Ernährungsexperten warnen vor den gesundheitlichen Folgen, die durch giftige Dämpfe des Grillguts, Marinaden und zuckerhaltige Saucen entstehen können. Unsere zehn Gebote bescheren Ihnen ein gesundes und köstliches Grillvergnügen.

1. Kein Bier auf den Grill

Ein Steak oder Kotelett mit Bier abzulöschen, macht zwar optisch viel her, ist gesundheitlich aber höchst bedenklich. Dadurch entwickeln sich Rauch und Asche. Es kommt zu gesundheitsschädlichen Ablagerungen auf dem Grillgut. Lieber dem Grillmeister ein Bier spendieren!

2. Bitte ohne Butter

Gegrillte Maiskolben schmecken am besten, wenn sie mit Butter bestrichen werden. Sie verstärkt den nussigen Maisgeschmack. Doch der Aromabooster sollte erst auf dem Essteller zum Einsatz kommen. Damit die Knabberrollen eine schöne goldbraune Farbe bekommen, vorher mit Sonnenblumenöl einpinseln!

3. Manche mögen es nicht heiß

Wer mehr als nur Wurst auf den Rost legt, sollte die unterschiedlichen Temperaturzonen optimal nutzen. Brotscheiben, Meeresfrüchte oder Gemüse sollte man in den weniger heißen Randzonen grillen.

4. Pökelfleisch nicht auf den Grill

Leberkäse, Kasseler, Speck und Rindswürstchen gehören nicht auf den Grill. Denn durch die Gluthitze verwandeln sich die Pökelsalze (E 249 und E 250) in krebserregende Nitrosamine.

5. Nicht Feuerwehrmann spielen!

Wenn Fett in die Glut tropft und eine Stichflamme entfacht, bitte nicht mit Wasser oder Bier löschen! Mit entsprechendem Sicherheitsabstand und mit Grillhandschuhen bewaffnet, den Grillrost kurz abheben und abwarten, bis sich die Glut wieder beruhigt hat!

6. Marinade gesünder als gedacht

US-Forscher haben festgestellt, dass sich bei mariniertem Fleisch 80 bis 90 Prozent weniger erbgutschädliche Substanzen - sogenannte "heterozyklische Amine" (HCA) - bilden, als bei unbehandeltem Fleisch.

7. Wasserbad für Holzspieße

Selbstgemachte Grillspieße kommen bei allen Gästen gut an, zum Beispiel auch Ananas-Bananen-Spieße zum Dessert. Wer Holzsspieße verwendet, sollte sie 30 Minuten vor dem Herstellen der Grillspieße in ein Wasserbad legen, damit sie auf dem Roste nicht anbrennen.

8. Kräuter als Gesundheits-Prophylaxe

Bestimmte Stoffe in Thymian, Salbei und Oregano gelten als HCA-Blocker. Sie können zum Beispiel einen Salat oder Grillsaucen mit diesen Kräutern aromatisieren.

9. Bierdosenhähnchen sind Gesundheitskiller

Auch wenn es cool aussieht. Ein Hähnchen mithilfe einer Bierdose als Garguthalter zu grillen schadet der Gesundheit gleich mehrfach durch Lacke und Farben die sich von der Dose lösen.

10. Fettes Grillvergnügen

Mageres Fleisch wie Kalb oder Putensteaks werden auf dem Grill meist trocken. Wer ein saftiges Fleischaroma genieße möchte, sollte beim Grillen nicht mit Fett sparen und marmoriertes Steakfleisch kaufen.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 13. Juli 2018, 10 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit