Himbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren in einer Schale

Sie schützen unser Immunsystem und können Krebs vorbeugen: Beeren enthalten wichtige Stoffe für unsere Wohlbefinden und haben einen hohen Vitamingehalt. Jetzt ist Hochsaison für die Power-Früchte.

Sie zählen zu den Superfoods: Blaubeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren, Aroniabeeren, Cranberries - bei uns als Moosbeere bekannt - und Acaibeeren aus Südamerika. Denn diese Beeren enthalten spezielle Stoffe für unsere Gesundheit, schmecken köstlich und enthalten wenig Zucker.

Weitere Informationen

Infos zum Buch

Dr. Petra Bracht: "Das Kochbuch zum Intervallfasten"
Taschenbuch, 192 Seiten
Verlag: Gräfe und Unzer
ISBN: 978-3833870989
Preis: 19,99 Euro

Zur Übersicht der hr1-Buchtipps

Ende der weiteren Informationen

"Haupt-Wirksubstanzen sind die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe. Sie entfalten Antioxidantien, unterstützen damit das Immunsystem und schützen Leber und Gehirn", erläutert Dr. Petra Bracht, Fachärztin für Allgemein- und Ernährungsmedizin. Sekundäre Pflanzenstoffe hätten sich im Laufe der Evolution entwickelt, um Fruchtesser wie beispielsweise Vögel anzulocken, die die Samen der Obstgewächse verteilen. "Für uns Menschen sind diese Antioxidantien die Substanzen, die jede unserer 90 Billionen Zellen vor freien Radikalen schützen können", sagt Bracht.

Beeren halten freie Radikale unter Kontrolle

"Nicht umsonst spricht die Ernährungsmedizin davon, dass Krebszellen keine Beeren mögen. Insbesondere in Himbeeren und Erdbeeren sind die sekundären Pflanzenstoffe Ellagsäure sowie in Heidelbeeren, Brombeeren und Acaibeeren reichlich Anthocyanidine enthalten", so die Ernährungsexpertin. Diese Stoffe könnten freie Radikale - hoch aggressive, Alterungsprozesse auslösende Sauerstoffverbindungen - unter Kontrolle halten.  

"Außerdem blockieren diese Beerensorten Stoffwechselwege, die für die Entstehung von Krebszellen von Bedeutung sind", ergänzt Bracht. Durch diese bioaktiven Substanzen werde die Bildung neuer Blutgefäße zu den Krebszellen gestört. Somit minderten sie deren Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen. Die Folge: Eine Krebszelle kann sich nicht weiter teilen und stirbt.

Je dunkler die Beeren, desto besser

Nach Ansicht von Bracht bringt der hohe Gehalt von Beeren an Vitaminen, Mineralien und gesunden antientzündlichen Fettsäuren unseren gesamten Stoffwechsel in ein besseres Gleichgewicht. "Die Kombination all dieser Wirkstoffe und die daraus entstehenden Synergien erklärt die einzigartigen Eigenschaften der Beeren als wahres Gesundheitselixier", schwärmt die Ärtin und fügt hinzu: "Wissende alte Heilkundige setzten Beeren-Diäten bei fiebrigen Krankheiten, Gelenkbeschwerden, Blasen- und Nierenkrankheiten zu deren Heilung ein."

Je dunkler die Beeren, desto mehr wertvolle Stoffe seien darin enthalten. "Kaufen Sie dunkelrote Erdbeeren, kräftig leuchtende Himbeeren, die fast schwarzen Brombeeren sowie die dunkelblauen Heidelbeeren und die schwarzen Johannisbeeren", empfiehlt die Ernährungsmedizinerin. Diese Regel gelte für alle Obst- und Gemüsesorten: Je intensiver die Farben, desto höher sind die krebsbekämpfenden Eigenschaften und generell die den Alterungs- und Krankheitsprozess verzögernden Wirkungen, desto besser für die Gesundheit.

Unser Tipp: Beerenkaltschale

Wie wäre es mit einer Beerenkaltschale? Geben Sie dazu Ihre Lieblingsbeeren, die Sie am besten jeden Tag variieren, in den Mixer. Fügen Sie nach Geschmack etwas frische Minze, eine Dattel, eine Banane oder eine Avocado hinzu. Füllen das Beerenpüree in eine Schale und verzieren Sie es mit ein paar Nüssen, Kokosraspeln und zerstoßenen Kakaobohnen. Guten Appetit!

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 16.07.2019, 10 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit