Sonne und blauer Himmel

Viele Flugzeuge bleiben am Boden, zahlreiche Fabriken stehen still und die Autobahnen sind so leer wie nie. Die Umwelt ist der große Gewinner in der Corona-Krise. Doch damit steigt die Sonnenbrandgefahr. Wie das zusammenhängt und warum Sonnenanbeter jetzt besonders aufpassen müssen, erklären wir hier.

Dieser Frühling hat es in sich: Das Wetter ist überwiegend sonnig, der Himmel meist blau. An manchen Tagen gibt es in Deutschland sogar bis zu 14 Sonnenstunden – und die warmen Sonnenstrahlen wecken unsere Vorfreude auf den Sommer.

Doch gerade in diesem Frühjahr ist besondere Vorsicht geboten, da durch die Corona-Krise die Luft sauberer als sonst ist. So treffen die gefährlichen UV-Strahlen ungehindert auf unsere Haut, der Sonnenschutz wird somit noch wichtiger.

Staubpartikel lassen weniger UV-Strahlen durch

Die Welt ist durch Covid-19 stark zum Erliegen gekommen. In der Luft gibt es weniger Emissionen durch Autos, Flugzeuge und Industrieanlagen. Das ist zwar gut für die Umwelt und erst einmal auch gut für uns. Allerdings fehlen jetzt auch die feinen Staub- und Rußpartikel, die das direkte Sonnenlicht inklusive UV-Strahlung filtern.

Staub- und Rußpartikel haben nämlich auch positive Effekte auf das Sonnenlicht: Sie streuen es, strahlen es zum Teil ins Weltall zurück oder absorbieren es in Bruchteilen sogar ganz. Der Effekt mag gering sein, doch für den Menschen steigt dadurch die Sonnenbrand-Gefahr an.

Warum die Sonne gerade jetzt so gefährlich ist

  • Die Kraft der Sonne in dieser Jahreszeit ist nicht zu unterschätzen. Sie entspricht in etwa der Kraft zum Ende des Sommermonats August.
  • Die Haut ist noch nicht an die Sonne gewöhnt und dadurch sehr empfindlich.
  • Der Wind kühlt angenehm und so kann sich der Sonnenbrand unbemerkt entwickeln.
  • Die Ozonschicht über der Arktis, ein wichtiger Schutzschild vor der schädlichen UV-Strahlung der Sonne, ist stark ausgedünnt.

Auf ausreichenden Sonnenschutz achten

Klar, im Urlaub denkt man vermehrt an Sonnencremes und UV-Schutz. Doch auch im heimischen Garten, auf dem Balkon oder beim Spaziergang mit der Familie sollten Sie nicht auf das Eincremen verzichten. Gerade Kinder sind anfälliger für einen Sonnenbrand, da ihre Haut viel dünner ist und die Zellen sich häufiger teilen als bei Erwachsenen – die UV-Strahlung ist also gefährlicher. Kleinkinder und Babys sollten deswegen überhaupt nicht in die Sonne.

Tipps zur richtigen Anwendung und Dosierung von Sonnenschutzmittel lesen Sie hier:

Warum UV-Licht so gefährlich für uns ist

UV-Strahlung dringt in unsere Haut ein. Dort schädigt sie das Erbgut in den Hautzellen - auch ohne Sonnenbrand. Normalerweise repariert der Körper diese Schäden wieder. Ist die Haut aber öfter intensiver Strahlung ausgesetzt, schafft es der Körper nicht mehr von allein, die Schäden zu reparieren. Die Veränderungen im Erbgut bleiben. Vermehren sich die betroffenen Hautzellen, kann Krebs entstehen.

Zudem ist es wichtig zu wissen, dass UV-Strahlung nicht immer gleich intensiv ist und stark variieren kann:

  • Mittags ist die Sonnenbrand-Gefahr am höchsten.
  • Im Sommer ist die Gefahr höher als im Winter.
  • Ist der Himmel dicht mit Wolken verhangen, gelangen weniger UV-Strahlen auf die Erdoberfläche.
  • Je näher am Äquator, desto höher ist die UV-Strahlung.
  • Pro 1.000 Höhenmeter nimmt die UV-Strahlung um rund 10 Prozent zu.
  • Schnee, Wasser und Sand reflektieren UV-Strahlen und verstärken sie.
Weitere Informationen

Wichtige Tipps für Sonnenanbeter

  • Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam und behutsam an die Sonne.
  • Meiden Sie starke Sonneneinstrahlung zwischen 11 und 15 Uhr, halten Sie sich zu dieser Zeit möglichst im Schatten auf.
  • Verwenden Sie reichlich Sonnencreme.
  • Tragen Sie eine Kopfbedeckung, längere, weite Kleidung und eine Sonnenbrille.
  • Schauen Sie sich den UV-Index auf entsprechenden Wetterseiten im Internet an. Je höher dieser ist, desto größer ist die Sonnenbrand-Gefahr. Ab Stufe "3" sollten Sie unbedingt Sonnencreme verwenden.
Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 15.05.2020, 9-12 Uhr

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