Collage von drei Bike-Sharing-Fahrrädern
Bild © picture-alliance/dpa (2), Imago (1), Collage: hr1

Das Fahrrad ist eines der besten Mittel gegen Verkehrsprobleme in unseren Innenstädten. Wer kein eigenes Rad hat, kann immer häufiger auf Mietfahrräder zurückgreifen. Hier gibt's einen Vergleich aller hessischen Anbieter.

Fahrrad mit dem Handy entsperren, losradeln, abstellen und fertig – so funktionieren die meisten Mietrad-Angebote. Immer mehr dieser Fahrräder gibt es in den hessischen Städten, zuletzt haben sich das amerikanische Unternehmen "LimeBike" und der asiatische Anbieter "oBike" dazugesellt. Hier finden Sie einen Überblick der Anbieter, die in Hessen Mieträder zur Verfügung stellen.

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Call a Bike

Call a Bike ist der größte Anbieter für Mieträder in Deutschland und wird von der Deutschen Bahn betrieben.

Fahrrad des Bike-Sharing-Anbieters Call a Bike
Die Call a Bike-Räder sind im charakteristischen Rot-Weiß der Deutschen Bahn gehalten. Bild © picture-alliance/dpa

Nextbike

Nextbike wurde in Leipzig gegründet und bietet mittlerweile in 24 Ländern Fahrräder an. In Hessen gehören die Dienste "Nextbike Germany", "VISA Nextbike" und "VRNnextbike" dazu.

  • Orte: Bensheim, Bürstadt (jeweils VRNnextbike), Frankfurt (VISA Nextbike), Marburg, Gießen, Offenbach, Rüsselsheim, Wiesbaden und Kassel (alle Nextbike Germany)
  • Standorte der Räder: Die Standorte der Räder kann man in der Nextbike-App und auf der Homepage nachschauen.
  • So geht's: Nachdem man die Nummer des Fahrrads in der App eingibt oder einen QR-Code am Rad scannt, erhält man einen Code zum Entsperren. Nach der Fahrt muss das Fahrrad an einer Nextbike-Station zurückgegeben werden, entweder kann man es in ein Dock stellen oder mit dem Zahlenschloss abschließen.
  • Preise: Eine halbe Stunde radeln kostet einen Euro, ein ganzer Tag neun Euro. Für 48 Euro im Jahr kann man pro Fahrt 30 Minuten kostenlos fahren. Bei VRNnextbike gibt es günstigere Preise für VRN-Zeitkarten-Inhaber und Stadtmobil-Kunden.
  • Zahlung: Bei Nextbike kann per Kreditkarte oder Lastschrifteinzug gezahlt werden.
Fahrrad des Bike-Sharing-Anbieters Nextbike
Je nach Stadt sehen die Nextbike-Räder leicht unterschiedlich aus – es dominiert aber die Farbe Blau. Bild © picture-alliance/dpa

oBike

oBike ist ein Mietradanbieter aus Singapur, der kürzlich für Schlagzeilen sorgte, als über Nacht in München tausende der gelb-grauen Mieträder auftauchten und für Unmut sorgten. In Frankfurt startet das Unternehmen mit 500 Fahrrädern.

  • Orte: Frankfurt
  • Standorte der Räder: Die oBike-Räder haben keine festen Stationen, das nächste Fahrrad lässt sich in der App finden.
  • So geht's: Mit einer App muss ein QR-Code am Fahrrad gescannt werden, um das Rad zu entriegeln. Das Fahrrad kann nach der Fahrt an einem beliebigen öffentlichen Fahrradständer oder einem ähnlichen passenden Ort abgestellt werden.
  • Preise: Eine halbe Stunde kostet einen Euro, für 19,99 Euro im Monat oder 79,99 Euro im Jahr kann man unbegrenzt radeln.
  • Zahlung: Bei oBike muss man Geld in ein Guthaben einzahlen, das geht per Kreditkarte, Sofortüberweisung oder PayPal.
  • Kreditpunkte: Eine Besonderheit bei oBike ist das Kreditpunkte-System: Jeder Kunde startet mit 100 Kreditpunkten. Bei gutem Verhalten (Fahrt beenden, kaputte oder falsch abgestellte Räder melden) gibt es Punkte dazu, für schlechtes Verhalten (z.B. Fahrrad falsch abstellen) werden Punkte abgezogen. Wer wenige Punkte hat, zahlt mehr.
Fahrrad des Bike-Sharing-Anbieters oBike
Die oBike-Fahrräder in grau und gelb sind erst seit kurzem in Deutschland zu sehen. Bild © Imago

Byke

Byke ist ein junges Unternehmen, das wie oBike nach dem "Free floating"-Prinzip funktioniert: Fahrräder haben keine festen Stationen, sondern können fast überall gemietet und abgestellt werden.

  • Orte: Frankfurt und Umgebung
  • Standorte der Räder: Die Byke-Räder haben keine festen Stationen, das nächste Fahrrad lässt sich in der App finden.
  • So geht's: Mit einer App muss ein QR-Code am Fahrrad gescannt werden, um es zu entsperren. Nach der Fahrt kann das Rad an einem beliebigen öffentlichen Fahrradständer oder einem ähnlichen passenden Ort abgestellt werden.
  • Preise: 30 Minuten Fahrt kosten 50 Cent. Wenn man ein Guthaben auflädt, erhält man je nach der Höhe des Guthabens einen Bonus angerechnet.
  • Zahlung: Gezahlt werden kann per Kreditkarte oder PayPal.
Ein Fahrrad des Anbieters Byke
Mit ihrem knalligem Blau-Gelb sind die Byke-Räder kaum zu übersehen. Bild © Byke

LimeBike

LimeBike ist ein junger Fahrradverleiher aus dem Silicon Valley in eines der am schnellsten wachsenden Startups in den USA. In Deutschland verleiht das Unternehmen bisher nur in Frankfurt seine Fahrräder. Auch LimeBike setzt auf das "Free floating"-Prinzip.

  • Orte: Frankfurt
  • Standorte der Räder: Die LimeBike-Räder haben keine festen Stationen, das nächste Fahrrad lässt sich in der App finden.
  • So geht's: Mit einer App muss ein QR-Code am Fahrrad gescannt werden, um es zu entsperren. Nach der Fahrt kann das Rad an einem beliebigen öffentlichen Fahrradständer oder einem ähnlichen passenden Ort abgestellt werden.
  • Preise: Eine Stunde kostet einen Euro.
  • Zahlung: Gezahlt werden kann per Kreditkarte oder PayPal in der App.
LimeBike am Fahrradständer
Passend zum Namen, sind die Fahrräder von LimeBike limettengrün. Bild © Imago

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 04. April 2018, 10 Uhr

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