Work-Life-Balance

"Ich möchte gerne in Würde altern, aber doch nicht jetzt", sagt Lisa Ortgies in ihrem gleichnamigen Buch, das am 12. April erscheint. Der Weg ins "Mittlere Alter" führt über Laufbänder vorbei an Chiasamenfeldern und Bikram-Yogastudios an Kletterwänden. "Achtsamkeit" heißt das Zauberwort - aber wie ist mit dem Job zu vereinen?

Um glücklich und entspannt zu sein, müssen Sie neben dem Beruf auf sich achten. Hier spricht man von der ausgewogenen Work-Life-Balance. Schließlich arbeiten Sie, um zu leben - und nicht anders herum.

Work-Life-Balance

Allen voran sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass der reine Balance-Akt meist nicht zielführend ist. Viele Work-Life-Balance-Ansätze beschäftigen sich damit, Zeit penibel genau zu organisieren und ins kleinste Detail zu planen. Das ist allerdings ein großer Fehler. Sie benötigen ein optimiertes Selbstmanagement nicht, um mehr Dinge im Tagesablauf unterzubringen. So verdichten Sie bloß Ihren Druck. Machen Sie sich also eine klare Vorstellung davon, was Sie wie ändern wollen und warum. Ansonsten bleiben Zeitmanagement-Methoden letzten Endes reine Techniken.

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  • Warum wollen Sie sich überhaupt verändern?
  • Welche Freiräume schaffen Sie sich durch mehr Ausgleich?
  • Und was wollen Sie damit besser machen?
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Ein häufiger Fehler ist, Lebensbereiche komplett auszuklammern. Dabei optimieren Sie das Arbeiten, alles andere wiederum vernachlässigen Sie. Dabei würde Zeit, die Sie Ihrem Hobby widmen, wiederum der Familie fehlen. Ein echter Ausgleich muss alle Lebensbereiche betreffen - dazu brauchen Sie eine klare Vision. Diese Tipps können dabei helfen:

  1. Schreiben Sie sich Ihre Aufgaben auf
  2. Erlauben Sie sich eine Auszeit
  3. Essen Sie bewusst
  4. Lassen Sie die Arbeit im Büro
  5. Denken Sie Ihre an Ihre sozialen Kontakte
  6. Nicht jeder Krümel verdient Ihre Aufmerksamkeit
  7. Teilen Sie sich Ihre Zeit klug ein

Schreiben Sie sich Ihre Aufgaben auf

Erstellen Sie morgens oder bereits am Vorabend eine Liste mit Ihren To Dos. Sortieren Sie diese, priorisieren Sie und - besonders wichtig für die eigene Motivation - haken Sie alles ab, was erledigt ist. Diese Struktur sorgt dafür, dass Sie nichts vergessen und immer den Durchblick behalten.

Erlauben Sie sich eine Auszeit

Machen Sie regelmäßig Pausen, vor allem an der frischen Luft. Falls das nicht immer möglich ist, lüften Sie für fünf Minuten den Raum. In der Mittagspause machen Sie dann einen kleinen Spaziergang: Der räumliche Abstand zum Schreibtisch bewirkt wahre Wunder. Egal ob Ihr Tag ruhig oder stressig ist, Pausen sollten Sie dennoch einhalten. Nach der Arbeit heißt es: Bewegung. Das macht den Kopf frei, löst Verspannungen und schüttet Glückshormone aus.

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Lassen Sie die Arbeit im Büro

Der Abend neigt sich dem Ende zu und Sie listen gedanklich bereits alle Aufgaben vom nächsten Tag auf. Auch wenn es Ihnen nicht leicht fällt: Nehmen Sie die Arbeit nicht mit nach Hause. Sortieren Sie Ihre Gedanken und denken Sie gezielt an etwas Schönes. Falls das nicht klappt, ziehen Sie Ihre Gedanken einfach raus. Wie das geht? Schreiben Sie sie kurz nieder und konzentrieren Sie sich auf Ihre Freizeit.

Essen Sie bewusst

Ihr Mittagessen sollten Sie ohne Stress und vor allem bewusst genießen. Ein gutes Gespräch nebenbei wirkt definitiv entspannender als Zeitung zu lesen oder ein Video auf dem Smartphone zu schauen.

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Denken Sie Ihre an Ihre sozialen Kontakte

Auch wenn Ihre Zeit knapp ist: Vernachlässigen Sie Ihre Freunde nicht und schieben Sie Verabredungen nicht ständig hinaus. Vereinbaren Sie lieber von vornherein Treffen, bei denen die Zeit schon vorgegeben ist, beispielsweise von 20 bis 22 Uhr. So sehen Sie Ihre Bekannten, sind aber trotzdem rechtzeitig zu Hause. Dass Sie nach einem langen Arbeitstag müde sind, verstehen auch Ihre Freunde. Sie sind mit Sicherheit nicht böse, wenn die Verabredung nicht bis in die Puppen andauert. Gerade ungezwungene Treffen tragen zur Lebensqualität bei und sorgen für gute Laune. Nehmen Sie solche Abende daher regelmäßig wahr. Alles natürlich unter dem Vorzeichen von genügend Abstand und was in Corona-Zeiten eben möglich ist.

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Nicht jeder Krümel verdient Ihre Aufmerksamkeit

Gerade frisch gewischt - alles wieder dreckig. Kennen Sie das? Sie sind soeben mit dem Haushalt fertig geworden und schon greifen Sie erneut zum Staubsauger. Und der Wäschekorb läuft auch schon wieder über. Hausarbeit ist ein Teufelskreis - und der macht sich nicht unbedingt von allein, auch wenn der Hausherr das ab und zu behauptet. Hier hilft Ihnen ein genauer Plan: Verteilen Sie die Aufgaben auf die gesamte Woche.

Teilen Sie Ihre Zeit klug ein

Neben dem Haushalt gibt es auch einen Haufen anderer privater Pflichten, die erledigt werden müssen. Arzttermine, Verträge, Steuererklärungen – das macht niemandem Spaß. Trotzdem lösen sich diese Pflichten durch Aufschieben nicht in Luft auf. Entscheiden Sie, ob Sie sich einen festen Abend dafür einteilen, um alles zu erledigen oder ob Sie Ihre private Liste nach und nach abarbeiten.

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Buch-Tipp zum Thema

dpa Lisa Ortgies

Moderatorin und Autorin Lisa Ortgies schaut in ihrem Buch "Ich möchte gern in Würde altern, aber doch nicht jetzt" einen Blick nach vorn, zurück und auf ihre Altersgenossen und befasst sich vor allem mit der Frage: "Wie leben wir eigentlich, wir Middle-Ager?".

Sendung: hr1, hr1-START, 12.04.2018, 6 Uhr

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