Staub
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Feinstaub in der Luft. Dabei denken wir zuerst an die Luftverschmutzung im Straßenverkehr durch Auspuffgase. Tatsächlich ist die Feinstaubkonzentration in den eigenen vier Wänden durch viele Staubquellen und mangelnde Zirkulation oft vielfach höher.

Feinstaub gibt es nahezu überall. Die Mischung aus extrem kleinen Substanzen in der Luft kann auf die Atemwege toxisch wirken, zu Atemwegsinfekten führen und zudem Krebs erregende Wirkung haben. Mit bloßem Auge sind die Schwebeteilchen nicht sichtbar, denn sie sind kleiner als ein tausendstel Millimeter. Das heißt die winzigen Teilchen sind etwas so groß wie ein Zehntel des Durchmessers eines Haares. Doch gerade ihre geringe Größe macht den Feinstaub so gesundheitsgefährdend.

Feinstaubübeltäter: Zigaretten, Kerzen, Staubsauger

Viele sind sich nicht bewusst, dass Feinstaub keinesfalls nur eine Gefahr auf vielbefahrenen Straßen in Innenstädten ist. Feinstaub lauert auch in der Wohnung. Und das nicht zu wenig: In vielen Fällen, so betont die Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes, ist die Staubbelastung in Innenräumen, in denen die Menschen 80 bis 90 Prozent ihrer Zeit verbringen, sogar höher als in der Außenluft.

So gelangt Feinstaub beispielsweise über die Schuhe und die Kleidung von draußen in die Wohnung. Zigarettenrauch verschlechtert die Luftqualität ebenso wie Staubsaugen. Auch Braten, Kochen und das Heizen mit dem Kamin oder Holzöfen erhöhen den Feinstaub in der Luft. Aber auch schon das Anzünden einfacher Haushaltskerzen treibt die Feinstaubkonzentration in der Wohnung in die Höhe.

Sollten wir den Adventskranz also lieber nicht zum Leuchten bringen? Mitnichten, sagt das Deutsche Grüne Kreuz (DGK). Grund zur Panik besteht durch die alltäglichen Feinstaubquellen in der Wohnung nicht, so das DGK. Und auch die Innenraumlufthygiene-Kommission stellt fest: "Erhöhte Feinstaubkonzentrationen in Innenräumen sind hygienisch unerwünscht, ohne dass damit bereits eine konkrete Aussage zum Gesundheitsrisiko verbunden ist. Eine Verringerung der Staubkonzentrationen der Luft dient aber der Vorsorge vermeidbarer Belastungen."

Maßnahmen gegen den heimischen  Feinstaub

Mit einfachen Maßnahmen lässt sich die Feinstaubbelastung zuhause reduzieren. Hierzu hat das Helmholtz Zentrum München eine Liste von Maßnahmen zusammengestellt. Wichtigster Punkt: Nicht in der Wohnung rauchen. Zudem sollten Sie ihren Staubsauger mit entsprechenden Feinstaub- oder Hygienefiltern ausstatten. Beim Heizen mit Kamin oder Holzofen nur nur abgelagertes, unbehandeltes Holz benutzen. Bettdecken sind Feinstaub-Fänger und sollten daher regelmäßig am offenen Fenster ausgeschüttelt werden. Außerdem hilft es, wenn Sie energiesparende Elektrogeräte kaufen und diese nach der Nutzung auch vollständig ausschalten.

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Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 19.12.2018, 9 Uhr

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