Zecke
Zecke Bild © picture-alliance/dpa

Mit den steigenden Temperaturen und dem damit verbundenen Aufenthalt im Freien steigt wieder die Gefahr, von einer Zecke gebissen zu werden. Gegen das von den Tieren übertragene FSME-Virus hilft eine Impfung. Wer in Hessen sich impfen sollte, erfahren Sie hier.

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Eine Zecke krabbelt über ein Blatt

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Das hr1-Tierlexikon: Zecke

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2018 gab es so viele Zecken wie seit zehn Jahren nicht. Und mit den steigenden Temperaturen in diesem Frühjahr werden auch die kleinen, gefährlichen Biester wieder aktiv. Sie saugen nicht nur menschliches Blut, sondern übertragen auch gefährliche Krankheiten. Die Borreliose etwa kann zu Fieber, Herzproblemen, Lähmungen oder sogar chronischen Gelenkentzündungen führen. Borreliose-Erreger leben im Darm der Zecke und treten je nach Region bei fünf bis 35 Prozent der Tiere auf. Eine Impfung gegen die sogenannten Borellien gibt es nicht.

Dreifach-Impfung gegen FSME-Virus

Impfen kann man allerdings gegen das FSME-Virus, das bis zu zwei Prozent der Zecken in Risikogebieten übertragen. Vor allem Süddeutschland ist davon betroffen. In Hessen sind die Kreise Marburg-Biedenkopf, Main-Kinzig, Offenbach, Groß-Gerau, Bergstraße, Darmstadt-Dieburg und Odenwald als Risikogebiete ausgewiesen. Die Krankheit kann zu Entzündungen der Hinhaut, des Gehirns und des Rückenmarks mit Langzeitschäden führen, im schlimmsten Fall sogar tödlich enden.

Impfen sollte sich jeder, der in den Risikogebieten lebt oder sich dort vorübergehend aufhält - etwa im Urlaub. Und natürlich Menschen, die sich aus beruflichen Gründen oder in ihrer Freizeit häufig in Wäldern oder auf Wiesen aufhalten. Die Kosten der Impfung übernimmt die Krankenkasse. Ausgeführt wird sie beim Hausarzt.

Um sicher gegen das FSME-Virus geschützt zu sein, sind drei Impfungen erforderlich. Die ersten beiden erfolgen im Abstand von einem bis drei Monaten. Die dritte Impfung wird nach neun bis zwölf Monaten fällig. Eine Auffrischung sollte nach drei bis fünf Jahren erfolgen. Auf den Impfstoff gegen das FSME-Virus sprechen laut Krankenkassen annähernd 100 Prozent der Patienten nach der dritten Impfung an.

Zecken ziehen

Am besten ist es natürlich, wenn die Zecke gar nicht erst zum Stich kommt. Schützen kann man sich mit langer und heller Kleidung (darauf sieht man die Tierchen leichter), regelmäßigem Absuchen des Körpers und indem man sich von hohen Gräsern fernhält. Spezielle insektenabweisende Mittel können auch helfen, am besten aber ist Aufmerksamkeit. Kommt es dann doch mal zu einem Stich, sollte man die Zecke möglichst schnell entfernen.

Weitere Informationen

So entfernen Sie Zecken:

Zur Entfernung eignen sich Zeckenzangen, Zeckenkarten, Pinzetten und im Notfall sogar spitze Fingernägel. Damit greift man das Insekt möglichst weit unten am Kopf, nahe der Haut. Und dann - ganz wichtig - die Zecke herausziehen, nicht drehen und möglichst nicht den Hinterleib quetschen. Manchmal passiert es, dass der Kopf in der Haut verbleibt, was der Körper aber nach einiger Zeit von alleine regelt und den Kopf abstößt. Bei Unsicherheiten oder sich ausbreitenden Rötungen, sollten Sie dann doch einen Arzt aufsuchen.

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 24.04.2019, 9-12 Uhr

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