Grippe Paar

Die Grippewelle hat Hessen erreicht. Prof. Sabine Wicker von der Uni Frankfurt sieht "seit Mitte Januar einen langsamen Anstieg der Fallzahlen". Man befinde sich am Beginn der Influenza-Welle, daher lohne sich eine Impfung nach wie vor.

Bereits Mitte Januar 2020 hat die Grippewelle auch Hessen erreicht. Prof. Sabine Wicker, Leiterin des betriebsärztlichen Dienstes der Universität Frankfurt und Mitglied der ständigen Impfkommission des Robert Koch Instituts, sieht "seit der zweiten Kalenderwoche einen langsamen Anstieg der Fallzahlen". Man befinde sich am Beginn der Influenza-Welle, daher lohne sich eine Impfung nach wie vor, so Prof. Wicker weiter.

Schwangere sollten sich impfen lassen

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Auch jetzt lohnt sich die Grippe-Schutzimpfung noch"

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"Impfen lassen sollten sich all diejenigen, die eine Grunderkrankung der Lunge, des Herzens oder auch eine Immunschwäche haben", empfiehlt Prof. Sabine Wicke. Aber auch medizinisches Personal oder Menschen, die aufgrund ihres Berufes viel Kontakt mit anderen Personen haben, sollten Vorkehrungen treffen und sich impfen lassen. "Eine besonders wichtige Gruppe für die Influenza-Impfung sind zudem Schwangere", gibt sie zu Bedenken.

Auch für Impfgegner hat Prof. Sabine Wicker ein paar Tipps: "Waschen Sie sich gut die Hände und halten Sie sich an die Husten-Etikette, indem Sie in die Ellenbogen-Beuge husten und nicht in die Hand".

Weitere Informationen

Ratgeber Grippeschutzimpfung

  • Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Influenzaimpfung für Personen ab 60 Jahren, Schwangere, Menschen mit gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens wie z.B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane.
  • Der optimale Impfzeitpunkt ist im Oktober oder November, da es zehn bis 14 Tage dauert, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Aber auch im Verlauf einer Grippewelle ist es noch sinnvoll, die Impfung nachzuholen.
  • Bei den in Deutschland zugelassenen Influenzaimpfstoffen für Kinder und Erwachsene handelt es sich meist um Totimpfstoffe. Für Kinder ist zusätzlich ein Lebendimpfstoff zugelassen, der als Nasenspray verabreicht wird.
  • Der Influenza-Impfstoff ist in der Regel gut verträglich. Es kann aber - wie bei anderen Impfungen auch - vorübergehend zu Lokalreaktionen (leichte Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Impfstelle) kommen.
  • Wer an einer fieberhaften Erkrankung (≥38,5°C) oder schwereren akuten Infektion leidet, sollte zu diesem Zeitpunkt nicht geimpft werden. Personen mit einer schweren Allergie gegen Hühnereiweiß sollten die Möglichkeit einer Impfung mit ihrem Arzt besprechen.
  • Weitere Informationen zur Grippe-Schutzimpfung finden Sie beim Robert-Koch-Institut.
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Sendung: hr1 am Vormittag, 5.2.2020, 9-12 Uhr

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