Espresso
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Urlaub aus der Tasse: Kaffee kommt aus Ländern wie Brasilien, Vietnam, Indonesien oder Costa Rica. Und so vielfältig und exotisch wie seine Herkunftsregionen sind, kann auch der Kaffee anmuten. Wir haben mal einem Barista über die Schulter geschaut.

Sie können auch nicht ohne Kaffee am Morgen? Für uns gut verständlich, denn auch in der hr1-Redaktion gibt es eine nicht unbeachtliche Kaffeeliebhaberfraktion. Der eine braucht sein Schälchen Espresso zum Wachwerden, der andere genießt einen Latte Macchiato zum Verdauen nach der Mittagspause - und natürlich gibt es auch die Kaffeevernichter, die bei der Arbeit eine schwarze Tasse nach der anderen in pure Leistungsfähigkeit umwandeln. Dass der Aufgusstrank aber auch etwas für echte Romantiker sein kann, weiß Roman Schäfer aus der Limburger Rösterei "Fare Tredici". Er stellt uns Kaffee mal anders vor.

Fare Tredici
Roman Schäfer in seiner Kaffee-Bar in Limburg. Bild © Roman Schäfer "Fare Tredici"

Espresso

Für Schäfer, den Head-Barista im "Fare Tredici", ist Espresso das absolute Kultgetränk. Der kann auch zu Hause auf verschiedenste Arten zubereitet werden. Am liebsten zaubert Schäfer diese konzentrierte Kunst des Kaffees mit dem Kocher auf dem Herd. Der Schlüssel: Geduld! Bei mittlerer Temperatur dauert's zwar etwas länger, aber samtige Geschmacksnoten und eine feine Crema entlohnen den Genießer dafür.

Fare Tredici
Bild © Roman Schäfer "Fare Tredici"

Wer keinen Kocher hat, kann natürlich auch mit dem Vollautomaten oder am Siebträger glücklich werden. Der Barista weiß: "Mit der passenden Bohne werden sie immer ein gutes Ergebnis erzielen können." Wichtig bei der Zubereitung in der heimischen Küche ist auch die richtige Lagerung des Kaffees.

Affogato

Nein, das ist nicht George Clooneys Lieblingskaffee aus einem weithin bekannten Werbespot. Der Affogato ist ein in Italien sehr beliebter Klassiker für die heiße Jahreszeit, den es auch im "Fare Tredici" gibt und der auch zu Hause leicht zubereitet werden kann. Einfach eine Kugel Vanilleeis mit frischem Espresso übergießen, mit Kakao bestäuben und als Dessert genießen.

Cold Brew

Jetzt wird es schon etwas anspruchsvoller: Cold Brew ist eine Form der Kaffeekunst, bei der das Pulver zu keinem Zeitpunkt mit heißem Wasser in Berührung kommt. Stattdessen zieht der Kaffee über mehrere Stunden vollständig umgeben von kaltem Wasser. Der Barista empfiehlt eine Mischung von 80 Gramm Pulver und einem Liter Wasser über acht Stunden. Je nach Sorte können die Angaben variieren, was jedem die Möglichkeit gibt, sein eigenes Kaltkaffee-Erlebnis zu kreieren. Wer keine spezielle Cold Brew-Kanne hat, kann auch mit der French Press oder einem unbenutzten Teesieb aus Stoff arbeiten.

Finden Sie Ihren Lieblingskaffee

Über 800 verschiedene Aromen soll es in der Welt der braunen Bohnen geben. Da ist wirklich alles dabei von Schokolade und Honig bis hin zu tropischen Früchten, Minze oder sogar der zarten Erinnerung an verschiedene Blumen. Da ist es gar nicht so einfach, seinen persönlichen Favoriten zu finden. Also hilft nur ausprobieren und sich durchkosten. Roman Schäfer weiß um die Fülle der Nuancen und freut sich in seiner Bar besonders am "Limburg Kaffee", einem Arabica aus Honduras mit Kakao-, Mandel- und Aprikosennoten.

Fare Tredici
Bild © Roman Schäfer "Fare Tredici"

Wer bei solchen Ausführungen jetzt Hunger bekommen hat, kann sich zur Kaffepause noch ein Stück Kuchen gönnen. Die Geheimzutat bei unserem Walnusskuchen von hr1-Konditorin Andre Kronberger ist - natürlich - Kaffee.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 17. Juli 2018, 10 Uhr

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