Gekochte und geschälte Kartoffeln

Ob kalt oder aufgewärmt - Kartoffeln und auch Nudeln vom Vortag haben eine positive Wirkung auf die Darmflora, den Blutzuckerspiegel und können darüber hinaus beim Abnehmen helfen. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier.

Videobeitrag

Video

zum hr-fernsehen.de Video Nahrungsmittel, die das Körperfett schmelzen lassen

Die Ratgeber vom 03.08.2020
Ende des Videobeitrags

Wenn stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln, Nudeln oder Reis nach dem Kochen abkühlen, werden rund zehn Prozent der da darin enthaltenen Stärke unverdaulich und können somit auch keine Kalorien mehr abliefern. Das gilt auch dann, wenn die abgekühlten Lebensmittel wieder aufgewärmt werden.

Stärke kristallisiert aus

Beim Abkühlen von Kartoffeln & Co. kristallisiert ein Teil der Stärke durch das Verlagern von Molekülen aus. Diese sogenannte "resistente Stärke" kann von den körpereigenen Enzymen im Dünndarm nicht abgebaut werden und wird so zu einer Art Ballaststoff. Damit hält sie länger satt, was beim Abnehmen helfen kann.

Im Dickdarm fördert die unverdauliche Stärke eine gesunde Darmflora und hilft, Entzündungen vorzubeugen. Außerdem kann sie von dort regulierend auf den Blutzucker wirken und damit Diabetes vorbeugen. Forscher des Helmholtz Zentrum München fanden heraus, dass eine bestimmte Bakteriengattung im Darm von der resistenten Stärke profitiert. Und es werden mit ihrer Hilfe Moleküle gebildet, die für den menschlichen Fettstoffwechsel eine wichtige Rolle spielen.

Zwölf Stunden

Um all diese positiven Wirkungen abgekühlter Kartoffeln, Nudeln und anderer Lebensmittel zu erzielen, muss man diesen aber bis zu zwölf Stunden Zeit lassen. Erst dann ist das Auskristallisieren vollständig abgeschlossen und die resistente Stärke gebildet.

Sendung: hr1 am Vormittag, 31.8.2020, 9-12 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit