Ein Barkeeper schenkt Cocktails ein.

In Bars und Restaurants gehört es längst zum guten Ton, auch Drinks und Cocktails ohne Alkohol anzubieten. Die sogenannten "Mocktails" schmecken alles andere als nur süß und sehen dem Original sogar täuschend ähnlich. Probieren Sie's aus - wir haben die Rezepte für Sie.

Ein "Mocktail" ist eine Kombination aus dem Wort "Cocktail", das soviel wie "alkoholisches Mixgetränk" bedeutet, und dem englischen Verb "to mock" - ins Deutsche übersetzt "nachahmen", "vortäuschen".

Bei einem "Mocktail" werden die im Originaldrink enthaltenen Spirituosen einfach eingespart. Aromatisch ist das meist kein Problem, denn beispielsweise der Wodka in der Bloody Mary oder der weiße Rum in einer Piña Colada haben ohnehin wenig Eigengeschmack.

Sirup als Alkoholersatz

Liköre und Spirituosen, die hingegen für den Geschmack eines Cocktails prägend sind, werden durch einen ähnlich schmeckenden Saft, Sirup oder Fruchtmark ersetzt. Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von alkoholfreien Bar- und Profi-Sirups, die das Aroma bekannter Liköre und anderer Spirituosen imitieren.

Identische Farbe, Aroma verdammt nah am Original

"Campari" ist einer der bekanntesten Vertreter eines italienischen "Bitters" oder "Amer" - einem Apéritif-Likör aus einem Aufguss von bitteren Pflanzen. Wegen seines typischen Aromas und der Farbe setzen Bartender ihn gerne als Basis für Cocktails ein. Doch das bittere Aroma kann auch durch einen alkoholfreien Sirup ersetzt werden. Er enthält wie das Original Enzian, Kardamom, Nüsse, Ingwer und Paprika. Auch "Blue Curacao", der fruchtig-bittere Likör aus getrockneten grünen Orangenschalen und der intensiven, meerblauen Farbe, ist als Sirup erhältlich.

Bitte ganz behutsam dosieren

Doch die Bar- oder Profi-Sirups sind wesentlich süßer als ihre Vorbilder und sollten behutsam dosiert werden. Mocktails unterscheiden sich vom Original auch durch die Zugabe von Sodawasser, Ginger Ale, Tonic Water oder anderen "Auffüllern". Aber rein optisch lassen sich viele Mocktails nicht von ihrem Vorbild unterscheiden. Hier kommen einige ausgewählte Rezepte für köstliche und garantiert promillefreie Klassik-Varianten:

Virgin Bloody Mary

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Eine "Virgin Bloody Mary" ist die alkoholfreie Variante des Longdrink-Klassikers “Bloody Mary“ - bei der Virgin-Variante wird auf den Wodka verzichtet. Das alkoholhaltige Vorbild "Bloody Mary" soll nach der englischen Königin Maria I. Tudor benannt worden sein. Sie hatte wegen ihrer brutalen, blutigen Protestantenverfolgung im 16. Jahrhundert diesen unrühmlichen Beinamen von ihrer Thron-Nachfolgerin Elisabeth I. erhalten.

Safe Sex on the Beach

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Das alkoholhaltige Vorbild "Sex on the Beach" ist in seiner ursprünglichen Form ein fruchtiger, etwas süßer Cocktail und zählt zur Gruppe der sogenannten "New England Highballs". Das wohl bekannteste Rezept aus den USA wird mit Cranberry-Saft gemixt und enthält zudem Wodka, Pfirsichlikör und Orangensaft. Die "safe"-Variante kommt ausschließlich mit Saft aus.

Ipanema

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Mit unserem Ipanema-Rezept mixen Sie einen frischen Cocktail mit würzigem Ginger Ale und genießen das Flair des brasilianischen Kult-Drinks - des Caiphirinha.

Ipanema, übersetzt aus der Tupí-Sprache, die zur portugiesischen Kolonialzeit in Teilen Südamerikas gesprochen wurde, heißt so viel wie "aufgewühltes Wasser". Zudem ist Ipanema, neben der Copacabana, der bedeutendste Strand in Rio de Janeiro. "Trotzdem hat der Drink ein großes Manko. Die Caipirinha und auch die Ipanema gelten als Proletencocktail, beziehungsweise als 'Autofahrercocktail', heißt es auf der Website für Bartender, "mixology.eu".

Miss Strawberry Margarita

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Auch für den Cocktail-Klassiker aus Mexiko, Margarita - mit ohne Erdbeeren - gibt es ein promillefreies Pendant. Passend zum Beginn der Erdbeersaison kommt dieser frucht-frische Drink mit einem schnellen Rezept daher. Hier darf nach Lust und Laune geschlürft werden, ohne Reue und böses Erwachen. Dieser leckere Frucht-Cocktail, selbstverständlich ohne Alkohol, eignet sich auch prima für kleine Erdbeerfans. Üblicherweise wird dieser Shortdrink auf der Basis von Tequila hergestellt und ist - neben Tequila Sunrise - einer der bekanntesten Tequila-Drinks der Welt.

Um seine Entstehung ranken sich Legenden, die seinen etwas verruchten Ruf begründen: Ein Mythos besagt, dass der mexikanische Barkeeper Carlos Herrera den Drink in den späten 1930er Jahren in seiner Bar in der Grenzstadt Tijuana entwickelt und ein Revuegirl namens Marjorie King Patin gestanden haben soll. Das US-Magazin "Esquire" ernannte die Margarita im Jahr 1953 zum "Drink des Monats".

Maibowle ohne Schwips

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Waldmeister sollte schon am Tag zuvor gepflückt werden. Denn dier frische Pflanze enthält Cumarin - gebunden als Cumarin-Glykosid. Erst beim Verwelken wird der Aromastoff freigesetzt. Alternativ kann man den Waldmeister auch 60 Minuten ins Eisfach legen - das beschleunigt den Zerfallsprozess. Die Menge des verwendeten Waldmeisterkrauts und wie lange es ziehen soll, ist Geschmackssache.

Aber Vorsicht: Bei empfindlichen Naturen können größere Cumarinmengen zu Kopfschmerzen führen. In geringen Mengen dagegen bekämpft Cumarin vorhandenes Kopfweh, es wirkt gefäßerweiternd, entzündungshemmend und auch krampflösend.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 12.5.2020, 9 - 12 Uhr

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